Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 24.10.2018


Innsbruck-Land

Bald neuer Flüsterasphalt am Zirler Berg

Spätestens im Frühjahr – deutlich früher als gedacht – wird der Straßenbelag an der lärmgeplagten Zirler Nordumfahrung erneuert. Die Teststrecke endet vorzeitig.

Derzeit wird der Straßenbelag an der lärmgeplagten Zirler Nordumfahrung erneuert.

© DomanigDerzeit wird der Straßenbelag an der lärmgeplagten Zirler Nordumfahrung erneuert.



Zirl – Über diese unerwartete Wendung werden sich die lärmgeplagten Anrainer im Bereich der Zirler Nordumfahrung freuen: Eigentlich hätte die Asphaltdecke auf diesem Abschnitt der B177 (Zirler Berg) erst nach Ablauf der aktuellen Testphase mit der optischen Fahrbahnverengung saniert werden sollen, also frühestens ab Juli 2019 (die TT berichtete). Nun geht es deutlich schneller: Am 18. Oktober sei es gelungen, mit dem Landesrat für Straßenbau, LHStv. Josef Geisler, eine Einigung zu erzielen, wonach die Erneuerung von der Landesbaudirektion, Abteilung Straßenbau, „unverzüglich“ ausgeschrieben wird. Das berichten Fritz Gurgiser (Transitforum) und Vize-BM Iris Zangerl-Walser, Sprecherin der Interessengemeinschaft (IG) Zirl, in einer gemeinsamen Aussendung. LH Günther Platter habe dafür bereits die Mittel freigegeben.

In Geislers Büro bestätigt man die „ehestmögliche Ausschreibung und Umsetzung“ der Neu-Asphaltierung mit lärmminderndem „Splittmastixasphalt“. Die Ausschreibung werde voraussichtlich nächste Woche im Boten für Tirol veröffentlicht, die Auftragsvergabe unter Einhaltung aller Fristen frühestens im Dezember erfolgen. Der Beginn der Arbeiten sei witterungsabhängig, wahrscheinlich sei Frühjahr 2019. Das bedeutet zugleich ein vorzeitiges Ende für die Teststrecke mit den orangen Bodenmarkierungen: Mit der Erneuerung der Asphaltdecke werde auch gleich die Straßenbreite verringert, heißt es aus dem Büro Geislers. „Das neue Asphaltband wird schmäler. Bis zum Beginn der Asphaltierungsarbeiten bleibt die geänderte Bodenmarkierung bestehen.“

Gurgiser und Zangerl-Walser sehen mit der Neu-Asphaltierung eine wesentliche Forderung von IG und Transitforum erfüllt, die Maßnahme werde zu einer „hörbaren Lärmminderung beitragen“. Die Teststrecke sei ohnedies nur „Augenauswischerei“, meint Gurgiser, „wir brauchen in Tirol keine Versuche mehr“.

BM Thomas Öfner freut sich, dass „von der Marktgemeinde Zirl seit Monaten eingeforderte, mit Gutachten unterlegte Maßnahmen nun auch von Landeshauptmann und -stellvertreter als dringend und wichtig erkannt werden“. Der neue Asphalt sei – nach Tempo 80 – ein weiterer wichtiger Schritt für Lärmschutz an der Nordumfahrung. (md)

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