Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 29.10.2018


Bezirk Kitzbühel

Kitzbühel setzt auf die Familien

Die Stadt will sich als familien- und kinderfreundliche Gemeinde zertifizieren lassen. 28 Maßnahmen sind geplant.

Kitzbühel soll für Familien und Kinder interessanter gestaltet werden.

© Kitz TourismusKitzbühel soll für Familien und Kinder interessanter gestaltet werden.



Von Harald Angerer

Kitzbühel – Es ist eine umfangreiche Liste, die Andrea Watzl (ÖVP) ihren Gemeinderatskollegen bei der jüngsten Sitzung vorgelegt hat. Nicht weniger als 28 Maßnahmen wurden formuliert, um die Stadt für Familien und Kinder interessanter und besser zu gestalten. Damit will sich Kitzbühel als familien- und kinderfreundliche Gemeinde zertifizieren lassen. Der Zeitrahmen für die Umsetzung: drei Jahre.

„Wir wollen so viel wie möglich in den drei Jahren umsetzen. Die Maßnahmen wurden in den vergangenen sechs Monaten ausgearbeitet“, schildert Watzl – sie ist Obfrau des Ausschusses für Familien, Spielplätze und Gesundheit. Dabei wurden die Bürger in den Prozess eingebunden, ebenso wie die Schulen, der Kindergarten und das Altenwohnheim. „Einen Teil der Maßnahmen gibt es schon, die wollen wir fortführen oder verbessern“, erklärt Watzl. Wie zum Beispiel den Kitz-Baby-Day, den Minigemeinderat, den Familienkompass und auch den Gratis-Skikurs für Kinder.

Aber auch neue Ideen sind in der Liste zu finden. So etwa ein Pilotprojekt mit Betriebstagesmüttern, eine Eltern-Kinder-Schaukel oder auch ein neuer Spielturm für Ein- bis Dreijährige am Spielplatz Hirzingerfeld. Zudem ist ein Kinderwagencheck in der Innenstadt vorgesehen, um allfällige Verkehrshindernisse herauszufinden. Dementsprechend soll es auch einen Rollstuhlcheck geben. Der Minigemeinderat soll sich mit einer neuen Attraktion am Spielplatz in der Wagnerstraße beschäftigen, kindergerechte Sitzmöglichkeiten an den Spielplätzen sind angedacht und für die Eltern eine Info-Serie über Kinder- und Jugendrechte.

Aber auch für die ältere Generation findet sich etwas, wie etwa der schon länger diskutierte Lift zum Gesundheitshügel. In Sachen Verkehr wird der Radweg Oberndorf ebenso in der Liste angeführt wie eine Verbesserung der Rad- und Fußgängeranbindung zum Schwarzsee, Radarkästen in der Stadt und ein so genannter Pumptrack. Zu den Kosten kann Watzl noch nichts sagen. „Einiges ist schon im Budgetentwurf für nächstes Jahr zu finden, aber mir ist klar, dass jeder Ausschuss Geld braucht“, sagt Watzl.