Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 10.11.2018


Bezirk Kufstein

Fortschritt bei Sammelstelle für Tierkadaver in Wörgl

© Thomas Böhm / TTFür landwirtschaftliche Betriebe mit Vieh ist eine nahe gelegene Sammelstelle für Tierkadaver von großer Bedeutung.



Wörgl – Dass die derzeitige Tierkadaversammelstelle „weder den technischen noch den hygienischen Anforderungen entspricht“, sei laut Wörgls Bürgermeisterin Hedi Wechner hinlänglich bekannt. Der Plan, dass mehrere Gemeinden in der Umgebung gemeinsam eine neue Einrichtung realisieren, steht schon seit Jahren im Raum – nun rückt die Umsetzung einen Schritt näher.

Der Wörgler Gemeinderat beschloss die Gründung eines Verbandes „Tierkadaversammelstelle“. Der Verband sei notwendig, um Förderungen lukrieren zu können.

Bei der Errichtung rechnet man mit Investitionen in der Höhe von 450.000 Euro – diese müsste die Betreiberfirma tragen. Im Gegenzug erhielte sie aber etwaige Förderungen aus dem Verband. Einen Auftrag für ein Unternehmen gebe es zwar noch nicht, laut Wechner würde es aber „Sinn machen“, die Firma Daka heranzuziehen, da diese am geplanten Standort Möslbichl (Gemeindegebiet Kundl) bereits eine Müllumladestation betreibt.

Wie hoch die Kosten für die einzelnen Gemeinden sein werden, ließe sich noch nicht sagen. Dies sei abhängig von der Anzahl der Mitglieder im Gemeindeverband. Nach aktuellem Stand dürften dies neben Wörgl auch Angath, Angerberg, Bad Häring. Breitenbach, Mariastein, Schwoich, Kirchbichl, Kundl und Langkampfen sein. Auch Scheffau, Söll, Ellmau, Kufstein und die Wildschönau hätten laut Wörgls Stadtchefin Interesse angemeldet.

Neben der Anzahl der Einwohner sei auch die Menge des dort vorhandenen Großviehs ausschlaggebend für die Zahlungen. Bisher hatte Wörgl im Schnitt 2600 Euro pro Jahr für die Tierkadaverstelle ausgegeben. Mit 9000 Euro setzt man das Budget nun deutlich höher an, „aber es kann sein, dass es nicht in voller Höhe zum Tragen kommt“, sagt Wechner. (jazz)