Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 14.11.2018


Bezirk Imst

Debatte um geplante Skischaukel zwischen Hochoetz und Kühtai

Am Freitagabend diskutieren Gegner und Befürworter des Zusammenschlusses von Hochoetz und Kühtai in Mötz.

Tina und Gerd Estermann sind Initiatoren der Bürgerinitiative „Nein zur Zerstörung von Feldringer Böden und Schafjoch“.

© EstermannTina und Gerd Estermann sind Initiatoren der Bürgerinitiative „Nein zur Zerstörung von Feldringer Böden und Schafjoch“.



Mötz – Seit mehreren Monaten formiert sich Widerstand gegen den geplanten Zusammenschluss der Skigebiete von Hochoetz und Kühtai. Das Projekt fand auch Niederschlag im Tiroler Regierungsprogramm von Schwarz-Grün. Mittlerweile hat die gegründete Bürgerinitiative „Nein zur Zerstörung von Feldringer Böden und Schafjoch“ von Tina und Gerd Estermann mit einer Online-Petition mehr als 6000 Unterstützer gefunden. An diesem Freitag, den 16. November, wurde nun eine Podiumsdiskussion im Gemeindesaal Mötz angesetzt. Ab 19.30 Uhr diskutieren unter der Moderation des früheren Tiroler ORF-Chefredakteurs Markus Sommersacher Gegner und Befürworter des Projektes.

Auf Seiten der Skeptiker werden neben Estermann auch Markus Welzl vom ÖAV sowie der Klubobmann der Grünen im Landtag, Gebi Mair, Platz nehmen. Mair hatte schon während des Landtagswahlkampfes an einer Wanderung zu den Feldringer Böden teilgenommen und das Projekt eng mit dem nun anstehenden Seilbahn- und Skigebietsprogramm (TSSP) 2018 in Verbindung gebracht. „Was der gesunde Hausverstand klar als Neuerschließung erkennen würde, wird im Entwurf zum TSSP 2018 als Erweiterung verkauft. Hier ist eindeutig die Handschrift der Seilbahnlobby erkennbar“, betont Estermann.

Als Befürworter treten der VP-Mandatar und Kühtaier Hotelier Mario Gerber sowie der Aufsichtsratschef der Bergbahnen Hochoetz, BM Hansjörg Falkner, auf. Der sieht die Diskussionen als verfrüht, „noch haben wir nicht mit allen Grundeigentümern gesprochen“. Auch würden Behauptungen über fünf Lifte und Talabfahrten nicht stimmen. Die Podiumsdiskussion sei aber „jedenfalls legitim“. (TT, pascal)