Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.12.2018


Innsbruck

Förderbereich für Lärmschutz wird erweitert

Der freiwillige Fördertopf des Flughafens wird künftig wesentlich mehr Innsbruckern zugänglich sein.

Die Grenzwerte für Förderungen rund um Schutzmaßnahmen gegen Fluglärm werden jetzt gesenkt.

© BöhmDie Grenzwerte für Förderungen rund um Schutzmaßnahmen gegen Fluglärm werden jetzt gesenkt.



Innsbruck – Was StR Uschi Schwarzl Anfang Oktober in Kranebitten den Bürgern erstmals vorstellte (die TT berichtete), kommt morgen in den Stadtsenat und nächste Woche in den Gemeinderat: Der Flughafen und die Stadt senken die Grenzwerte für Fördermaßnahmen für den Lärmschutz und erhöhen damit den möglichen Bezieherkreis.

200.000 Euro liegen im gedeckelten Fördertopf des Flughafens. „Freiwillig eingerichtet“, wie Schwarzl betont, vom Unternehmen befüllt. Den Topf gibt es seit vier Jahren. „Wir hatten jetzt aber kaum Ansuchen mehr und senken die Grenzwerte von untertags 60 dB auf 55.“ Damit kommen deutlich mehr Menschen potenziell in den Genuss der Förderung von Lärmschutzmaßnahmen. Die Karte der Stadt ragt über den Inn bis in Richtung Altstadt hinein. Ab 1. 1. 2019 gelten die neuen Kriterien – sofern der Gemeinderat seinen Sege­n dazu gibt. „Der Zuschus­s von 20 oder 25 Prozent kommt natürlich vor allem jenen zugute, die ohnehin daran denken, Lärmschutzfenster oder -türen einzubauen“, sagt Schwarzl. Abgewickelt werden die Ansuche­n von der Stadt. Schwarzl lobt vor allem die gut­e Gesprächsbasis mit Flughafenchef Marco Pernett­a. Dieser erklärt: „Wir sind mit dem Flughafen natürlich mitten im Ballungsraum und senken jetzt diese Grenzwerte auf internationalen Standard.“ National würden die Werte wesentlich höher liegen. Auch sonst sei man bemüht, die Lärmbelastung für die Anrainer gering zu halten. Das geht auch in Richtung Sportfliegerei. Hier wird der Flughafen alte Vergünstigungen für einheimische Schulflüge ab 2019 streichen. (mw)