Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.01.2019


Landespolitik

Dornauer: Platter muss Grünen Asylagenden entziehen

Dornauer: „TSD auflösen und Grünen Asylagenden entziehen.“

© Vanessa Rachlé / TTDornauer: „TSD auflösen und Grünen Asylagenden entziehen.“



Innsbruck – SPÖ und Liste Fritz fordern angesichts der jüngsten Vorkommnisse in der Tiroler Flüchtlingsgesellschaft TSD einen kompletten Neustart und die Wiedereingliederung in die Landesverwaltung. Der Zusammenbruch der (glücklicherweise leerstehenden) Traglufthalle in Hall stehe symbolisch für das Aus der Gesellschaft, „die vor allen Dingen mit massivem Missmanagement, Kommunikationsfehlern, hohen Kosten und Hunderten entlassenen MitarbeiterInnen aufgefallen ist“, betont SPÖ-Chef Georg Dornauer. Das decke leider auch die ausgezeichnete Leistung der Mitarbeiter in der Flüchtlingsbetreuung zu. „Die Agenden müssen zurück ins Landhaus wandern. Dort soll ein Restrukturierungsprozess gestartet werden. LH Günther Platter muss in dieser Übergangsphase dem grünen Koalitionspartner die Ressortverantwortung entziehen“, fordert Dornauer.

Für Liste-Fritz-Mandatar Markus Sint ist Scheitern erlaubt, „aber es ist starrsinnig und falsch, an einem gescheiterten Projekt trotzig festzuhalten“. Die schwarz-grüne Landesregierung habe die Flüchtlingsbetreuung in eine privatwirtschaftliche Gesellschaft ausgelagert, weil sie damit eine Verbesserung erzielen wollte. „Das ist ihr nicht gelungen, sie ist damit auf ganzer Linie gescheitert und steht in Wahrheit seit Monaten vor einem Scherbenhaufen.“ Die Liste Fritz sei von Anfang an gegen die Auslagerung gewesen und verlangt die Auflösung der TSD, noch bevor die schwarz-grüne Platter-Regierung einen neuen Geschäftsführer suche. (pn)

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