Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 11.01.2019


Bezirk Reutte

Rote mobilisieren im Außerfern für die AK-Wahl

Metallerbetriebsräte bilden Außerferner Speerspitze bei der Kammerwahl.

Die FSG-Kandidaten (v. l.): Christoph Scheiber (AK-Kammerrat und BRV Plansee/Ceratizit), Roland Weirather (BRV Plansee/Ceratizit), Stephan Bertel (FSG-Landeschef) und Mario Strigl (BRV Schretter & Cie).

© Bernhard LamplDie FSG-Kandidaten (v. l.): Christoph Scheiber (AK-Kammerrat und BRV Plansee/Ceratizit), Roland Weirather (BRV Plansee/Ceratizit), Stephan Bertel (FSG-Landeschef) und Mario Strigl (BRV Schretter & Cie).



Reutte, Innsbruck – Auf der roten FSG-Liste für die AK-Wahl 2019 ist mit den beiden Betriebsratsvorsitzenden von Plansee und Ceratizit Austria, Christoph Scheiber und Roland Weirather, sowie Mario Strigl, Betriebsratsvorsitzender Schretter & Cie, das Außerfern prominent vertreten. Die SPÖ-nahen Gewerkschafter sagen „der arbeitnehmerfeindlichen Politik der türkis-blauen Bundesregierung den Kampf an“, heißt es in ihrer Aussendung. „Stück für Stück beschneidet die Bundesregierung unsere Rechte, bis am Ende kaum etwas übrig bleibt. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen diese arbeitnehmerfeindliche Politik!“, rief Tirols FSG-Vorsitzender Stephan Bertel bei einem gemeinsamen Treffen in Reutte auf.

Fürs Außerfern zieht Planseer Christoph Scheiber auf dem Listenplatz 13 der FSG in den Tiroler AK-Wahlkampf, ebenfalls auf der Liste findet sich sein Kollege Roland Weirather. „Ich habe mir zum Ziel gesetzt, dass gerade unsere industriestarke Region in der Arbeiterkammer entsprechend vertreten ist. Die Themen reichen von einer hochwertigen Fachkräfteausbildung über den Ausbau des regionalen Verkehrsnetzes und einer vernünftigen Anbindung an das Inntal bis hin zu einem leistbaren Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen“, erklärt Scheiber im Wahlkampfmodus. Er kann auf jahrelange Erfahrung im Bereich der Arbeitnehmervertretung zurückblicken und er war auch heuer wieder in die Kollektivvertragsverhandlungen im Metallbereich eingebunden.

Auch FSG-Regionalvorsitzender Mario Strigl, Betriebsrat von Schretter & Cie, kandidiert auf der Liste der roten Gewerkschafter für die AK-Wahl: „Ob 60-Stunden-Woche, die schleichende Privatisierung der Krankenkassen, die Schwächung der AK oder die Aufhebung des Nichtraucherschutzes – dieser Regierung, die ausschließlich die Interessen der Industriellen vertritt, muss man dringend etwas entgegensetzen!“

Viel heiße Luft ortet FSG-Landesvorsitzender Bertel beim ÖAAB, denn „wenn es darauf ankommt, stimmen die schwarzen Arbeitnehmervertreter brav nach Parteilinie“. Er will gegen den Fachärztemangel im Bezirk Reutte ankämpfen. (TT, hm)