Letztes Update am So, 20.01.2019 22:18

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck-Land

Navis hat neuen Bürgermeister: Lukas Peer gewann die Wahl

Navis hat wieder einen Bürgermeister: Der bisherige Vize setzte sich mit 34 Stimmen Vorsprung gegen Wolfgang Taxer durch.

Lukas Peer, der neue Bürgermeister von Navis.

© Vanessa Rachlé Lukas Peer, der neue Bürgermeister von Navis.



Von Marco Witting

Navis – Es war nicht untertrieben, als beide Bürgermeisterkandidaten in Navis vor der Wahl sagten, dass die Chancen wohl „fifty-fift­y“ stehen würden. Am Ende stand nämlich tatsächlich gestern ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den vakanten Bürgermeistersessel in der Gemeinde. Mit 34 Stimmen Unterschied machte letztlich Lukas Peer, Vizebürgermeister, der zuletzt die Amtsgeschäfte führte, das Rennen. Er ist der neue Bürgermeister von Navis. Und will jetzt, dass im Gemeinderat wieder Ruhe einkehrt.

Punkt 12 Uhr schloss das Wahllokal in der Gemeinde. Die Kommission sperrte sich zur Stimmzählung ein. Ein paar Meter weiter, im Kirchenwirt, wurde derweil über den möglichen Wahlausgang debattiert. Kurz vor halb zwei Uhr wurde es dann ernst. Während die Nachbarn schon neugierig fragten, trafen die Stimmen aus dem zweiten Lokal in Außernavis ein. Kurz darauf konnte Peer dann die ersten Gratulationen entgegennehmen. Er konnte 608 Stimmen (knapp über 51 Prozent) für sich verbuchen. Gegenkandidat Wolfgang Taxer kam auf 574 Stimmen. Das alles bei einer durchaus hohen Wahlbeteiligung von 73 Prozent – was auch die beiden Kandidaten erfreute. Schon kurz nach 7 Uhr Früh waren die ersten Bürger, etliche in Skikleidung, an die Wahl­urnen geschritten. Angesichts des prachtvollen Winterwetters in Navis hatten viele im Ort mit einer wesentlich geringeren Wahlbeteiligung spekuliert.

Er sei „glücklich“ über den Wahlerfolg, sagte der neue Bürgermeister Lukas Peer dann in einer ersten Reaktion. Und er richtete den Blick gleich nach vorne. „Es gilt jetzt die Schwierigkeiten der vergangenen Jahre hinter sich zu lassen und die anstehenden Aufgaben anzugehen.“ Peer erklärte, er woll­e jetzt „Gas geben“ und die anstehenden Projekte abarbeiten. Beide Kandidaten sprachen von einem „fairen Wahlwerben“ in den vergangenen Tagen.

Taxer, jetzt Chef der einstigen Bürgermeisterliste, sagte nach der Auszählung, dass sich die „Enttäuschung“ in Grenzen halte. Es sei jedem klar gewesen, dass die Wahl ein durchaus enges Rennen werde. Jetzt gelte es in der Gemeinderatsperiode für die Bevölkerung „miteinander“ zu arbeiten, damit man die anstehenden Aufgaben auch umsetzen könne. Taxer hofft zudem für die Zukunft, dass „die Nebengeräusche“ rund um den Gemeinderat jetzt beendet sind. Wie berichtet, war die Wahl notwendig geworden, weil der bisherige Ortschef Hubert Pixner im Herbst alle Ämter zurückgelegt hatte. Pixner hatte nach Streitigkeiten keine Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit im Gemeinderat mehr gesehen.