Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 01.02.2019


Innsbruck-Land

Genehmigung für Glungezer-Beschneiung liegt vor

Seit Anfang der Woche liegt die behördliche Genehmigung für die Errichtung von Beschneiung und Speicherteich, einen wichtigen Schritt bei der Glungezer-Modernisierung, vor.

(Symbolfoto)

© Wegscheider(Symbolfoto)



Tulfes – Der Tulfer Bürgermeister Martin Wegscheider und Walter Höllwarth, Geschäftsführer der Glungezerbahn, haben derzeit allen Grund zur Zufriedenheit: Das prächtige Winterwetter hat der neuen 10er-Gondelbahn in Sektion eins einen guten Start ermöglicht. Und seit Anfang der Woche liegt nun auch die behördliche Genehmigung für die Errichtung von Beschneiung und Speicherteich, den nächsten wichtigen Schritt bei der Glungezer-Modernisierung, vor.

Dem ging ein hochkomplexer Prozess voraus: Wasserwirtschaftliche, gewässer-ökologische, forstfachliche, elektrotechnische, geologische und viele weitere Amtssachverständige hätten ihre Stellungnahmen abgegeben, berichtet Wegscheider, ebenso die Wildbach- und Lawinenverbauung. „Allein 31 wasserwirtschaftliche Auflagen sind zu erfüllen.“ Doch mit Vorliegen des Bescheides können nun die Ausschreibungen vorbereitet werden – die Umsetzung des 4,6-Mio.-Euro-Projektes soll heuer so rasch wie möglich starten.

Künftig soll eine Beschneiung vom Schartenkogel bis hinunter zum Zwischeneinstieg beim Halsmarterlift möglich sein. Der dafür nötige Speicherteich mit 45.000 Kubikmetern Fassungsvermögen entsteht etwas südlich oberhalb der Tulfeinalm. Er soll vor allem mit Schmelzwasser gefüllt werden. „Zudem wurde genehmigt, dass ein gewisser Teil des Überwassers von unserer Quelle für die Befüllung entnommen werden darf“, erklärt Wegscheider. Wasser sei vor Ort „definitiv genug“ vorhanden, „die Trinkwasserversorgung am Tulferberg ist auf alle Fälle gesichert“.

Um den Speicherteich soll ein Spazierweg geführt werden, „wir wollen aber auf keinen Fall einen Rummelplatz am See“, so Wegscheider. „Natur und Aussicht sind die größte Attraktion am Glungezer, mehr braucht es nicht.“

Die Gesamtfinanzierung (16,5 Mio. Euro für alle Baustufen) stehe, betont Höllwarth. Dazu zählt auch die Erneuerung der zweiten Liftsektion bis Tulfein. Hier wolle man bald in die Planung gehen, die Umsetzung ist für 2020 geplant. „Der ,Mercedes‘ wäre eine Kombibahn“, so Höllwarth, „es ist aber noch nichts in Stein gemeißelt.“ (md)