Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 04.02.2019


Innsbruck

Sillgasse: Gymnasium-Abriss soll noch im März beginnen

Alle Verträge um den Schulneubau sind mittlerweile unterschrieben. Geht alles glatt, kehrt die Schule im Herbst 2021 an ihren Standort zurück.

Der Abriss des Gymnasiums Sillgasse soll Mitte März beginnen. Für die Firmen ist der Abbruch eine technische und logistische Herausforderung.

© WittingDer Abriss des Gymnasiums Sillgasse soll Mitte März beginnen. Für die Firmen ist der Abbruch eine technische und logistische Herausforderung.



Von Marco Witting

Innsbruck – Schaulustige konnten in den vergangenen Tagen und Wochen den Abriss des alten Gebäudes in der Südbahnstraße beobachten, wo in weiterer Folge das Pema 3 entstehen wird. Es sind freudige Zeiten für Bau- und Baggerfans in der Innenstadt, denn schon steht der nächste Abbruch an. Nachdem vom Finanzministerium mittlerweile die Unterschrift unter allen Verträgen vorliegt, wird in den kommenden Wochen nämlich das Gymnasium an der Sillgasse abgerissen. Für die Schule geht damit die Zeit des Bangens zu Ende – die Aussicht auf die Rücksiedlung aus dem Containerdorf in der Technikerstraße wird dadurch in einen relativ konkreten Zeitraum gegossen.

Ernst Eichinger, Sprecher der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), bestätigte jetzt auf TT-Nachfrage, dass die Vertragswerke alle unterfertigt sind. „Nachdem wir mit den Ausschreibungen ja in Vorleistung gegangen sind, gehen wir davon aus, dass wir bereits Mitte März mit den Abbrucharbeiten beginnen können“, sagt er.

Diese werden dann bis in den Sommer hinein dauer­n, denn ein Abbruch des alten Schulgebäudes ist für die Bautechniker eine groß­e logistische Herausforderung. Schließlich geht es in der Baugrube neun Meter in die Tiefe. Die angrenzenden Gebäude müssen geschützt werden. Außerdem ist eine derartige Baustelle auch für die Zufahrt und Einrichtung schwierig. Ab Sommer soll dann mit dem Hochbau begonnen werden, wie Eichinger bestätigt. Geht alles gut, dann kann das Sillgassen-Gymnasium im Schuljahr 2021/22 wieder an seinen ursprünglichen Standort zurückkehren. Der Schule und auch der BIG bleibt damit eine weitere monatelange Wartezeit auf den Baubeginn erspart. Der ursprüngliche Termin für das Projekt wäre mit Start Sommer 2017 eingeplant gewesen. Erst im Herbst – und da in einem echten Kraftakt – übersiedelt­e die Schule dann ins Ausweichquartier. Insgesamt investiert man in den Bau über 28 Millionen Euro.

Der Umbau nach den Plänen von SOLID architecture aus Wien, der übrigens schon im November 2015 präsentiert wurde, soll auf gut 9550 Quadratmetern auf zwei Untergeschoßen und fünf Obergeschoßen den neuen Anforderungen im Schulalltag gerecht werden. Als da wären in erster Linie die Integration der bis dato räumlich ausgelagerten Tagesbetreuung, aber auch der Bau von Sonderunterrichtsräumen, einer Zentralgarderobe und eines Mehrzweck- und Begegnungssaals.