Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 07.02.2019


Innsbruck

Nach chaotischem Start: Tram-Verkehr pendelt sich ein

Die Anzahl der Verspätungen pro Tag sei auf ein Drittel des Standes von Ende vergangener Woche zurückgegangen, ließ die Stadt Innsbruck gestern via Aussendung wissen.

Die IVB registrieren bei den neuen Straßenbahn-Linien 2 und 5 in Innsbruck immer weniger Verspätungen.

© Vanessa Rachlé / TTDie IVB registrieren bei den neuen Straßenbahn-Linien 2 und 5 in Innsbruck immer weniger Verspätungen.



Innsbruck – Bei den neuen Straßenbahnlinien in Innsbruck scheint nach dem chaotischen Start Normalität in Sicht: Die Anzahl der Verspätungen pro Tag sei auf ein Drittel des Standes von Ende vergangener Woche zurückgegangen, ließ die Stadt Innsbruck gestern via Aussendung wissen. Die durchschnittliche Verspätung bei den Endhaltestellen habe sich demnach deutlich reduziert. Zurückzuführen sei das auf das Krisenmanagement der Stadt Innsbruck und die eingeleiteten Maßnahmen der zuständigen Stadträtin Uschi Schwarzl (Grüne): „Unsere dringenden Maßnahmen an Ampeln und zur Beschleunigung an neuralgischen Stellen haben Wirkung gezeigt“, erklärt Schwarzl.

Die Stadträtin betont aber auch, dass das Ziel eines bis auf Ausnahmen stabilen Tram-Takts noch nicht erreicht sei und einige Ausreißer auch im bald erreichten Normalbetrieb üblich seien. Die am Montag angekündigten Maßnahmen an mehreren wichtigen Kreuzungen wie an der Ecke Museumstraße/Brunecker Straße/Ingenieur-Etzel-Straße, an der Universitätskreuzung und an der Ecke Innrain/Marktgraben seien ebenso in Auftrag gegeben wie temporäre Parkverbote und die Umwandlung von Schrägparkplätzen in Längsparkplätze an Stellen, an denen es leicht zu Verparkungen der Schienen komme.

Konkret sei die Anzahl der über fünf Minuten verspäteten Straßenbahnen der neuen Linien 2 und 5 vom Freitag vergangener Woche mit 33 Verspätungen bis Dienstag auf elf Verspätungen zurückgegangen. Am Dienstag ab Mittag hat die automatische Software der IVB noch zwei Verspätungen registriert.

„Das IVB-Management muss so rasch wie möglich die nach wie vor vorherrschenden Probleme lösen, denn von einem stabilen Regelbetrieb sind wir noch sehr weit entfernt“, lassen ÖVP-Verkehrssprecherin Mariella Lutz und Vize-BM Franz Gruber wissen. (TT)