Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 10.02.2019


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Druck wurde zu groß: Land führt Meldepflicht für Airbnb ein

Der Druck wurde zu groß, das Warten auf eine Bundesregelung ist zu lang. Tirol wird Registrierungspflicht für alle touristischen Vermieter gesetzlich verankern.

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Wolfgang Meister • 14.02.2019 11:04
An AIRBNB ist nicht alles schlecht, aber wenn tausende Wohnungsbesitzer AIRBNB zur systematischen Geldvermehrung entdecken, dann läuft etwas schief. Das stellt sich nun die Frage was ist wichtiger? Ist es wichtiger, wenn Wohnraum für einige wenige Geldgierige der systematischen Geldvermehrung entzogen wird oder wollen wir auch Menschen ohne Erbe (ohne Erbe keine Bürge) (Wohnung, Haus) eine erschwingliche Bleibe bieten.
Wolfgang Meister • 14.02.2019 11:05
OK, da fällt eigentlich die Entscheidung nicht schwer, Besitzende haben in dieser Zeit wo Wohnraum ohnehin dem Ende zu geht eine doppelte Verantwortung über die Gesellschaft und diese müssten eigentlich gesetzlich verpflichtet werden, erschwingliche Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Wolfgang Meister • 14.02.2019 11:06
Und nur noch zur Info, der Staat hat im Notfall das gesetzliche Instrument (in Deutschland wird teilweise über Enteignungen von großen Immobilienkonzernen diskutiert), Wohnraum zu enteignen, wollen wir dass, nein ich denke nicht, also vermietet Eure Wohnungen zu erschwinglichen Preisen und redet auch nicht immer auf das Marktgesetz aus, den nach diesem würde früher oder später der gesellschaftliche Zusammenhalt komplett zusammen brechen.
Markus Meixner • 10.02.2019 20:46
Also wenn ich im airbnb eine Abfrage mache gibt es aktuell ca. 150 Wohnungen / Häuser / etc. in Innbruck. Woher kommen die 1500 aus dem Text??
Richard Wanker • 11.02.2019 06:22
Habs gerade selber versucht für 2 Personen eine Woche im Juni. Das Ergebnis lautet "mehr als 1000". Mit kostenlosen Parkplatz ausgestattet sind fast 900.
Hartlieb Wild • 10.02.2019 13:30
Es hat lange gedauert, jedoch scheint bezüglich des unbeschwerten Treibens diverser Web-Konzerne endlich ernsthafte Bewegung in die Sache zu kommen, lange genug zugesehen hat man ja. Aus ganz netten, diskutablen Ideen am Anfang wurden Geschäftsmodelle, bei denen Staat, Länder und Gemeinden zu Lasten aller das Nachsehen haben. <> Es ist hoch an der Zeit, diesen knallhart profitorientierten Konzerne kräftig auf die Füße zu treten. Die bringen das akrobatische Kunststück zuwege, dem Staat, der heimischen Wirtschaft und damit uns allen die lange Nase und den nackten H… zugleich zu zeigen. Ersteres, weil sie in ihrer grenzenlosen Arroganz auf nationale und regionale Gesetze ganz einfach husten, und zweiteres dann, wenn es um Steuern und Abgaben geht. Die sind grundsätzlich dort zu zahlen, wo Umsätze und Gewinne gemacht werden, und Fake-Rechnungen aus Steueroasen, also in-sich-Geschäfte, zum Kleinrechnen der Erträge sind nicht als steuermindernd anzuerkennen! <> In diesem Zusammenhang ist auch ein direktes und klares Wörtchen mit etlichen EU-Staaten (Irland, Luxemburg, Niederlande, Malta) zu reden, was diverse Abkommen über Niedrigbesteuerung betrifft.
Markus Meixner • 10.02.2019 20:45
Hartlieb, Man muss allerdings berücksichtigen dass airbnb ein Geschäft abgreift das sonst gar nicht existieren würde. Somit ist der Verlust an Steuern eine akademische Größe. Und, der Löwenanteil der Vermietungserlöse wir eben nicht der heimischen Wirtschaft entzogen sondern landet bei den regionalen Wohnungsverietern die sich u.U. nur ein paar Euro dazuverdienen wollen.
Hartlieb Wild • 13.02.2019 15:29
zu „ein Geschäft … das sonst gar nicht existieren würde. … Verlust an Steuern eine akademische Größe.“ von Hrn Meixner: <> Jein, ich bin nicht gegen diese Geschäftsmöglichkeit, deshalb sagte ich „ganz netten, diskutablen Ideen am Anfang“. Mir geht es primär um die Umsätze und Gewinne, die diese internationalen Plattformen in jedem Staat machen, ohne jeweils dort dafür Steuern in vergleichbarer Höhe zu zahlen. Und zweitens hat der (Unter-)Vermieter ab einer gewisse Schwelle ebenfalls die Regelungen, incl. Widmungen, zu befolgen, wie Betreiber einer Pension. Und schließlich braucht es wohl bei einer Eigentümergemeinschaft eine entsprechende Zustimmung der anderen Eigentümer.

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