Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 09.02.2019


Bezirk Imst

Umwidmung in gemischtes Wohngebiet in Oetz war nötig

Der Oetzer Gemeinderat musste Widmungen neuerlich beschließen. Die Lärmbelastung stellt somit kein Hindernis für Bebauungen dar.

Gleich mehrere Tagesordnungspunkte befassten sich hinsichtlich Flächenwidmungs- und Bebauungsplan mit Parzellen auf diesem Feld.

© DornGleich mehrere Tagesordnungspunkte befassten sich hinsichtlich Flächenwidmungs- und Bebauungsplan mit Parzellen auf diesem Feld.



Von Agnes Dorn

Oetz – Eigentlich sollten die Umwidmungen im Ortsteil Moos in Oetz schon seit fast einem Jahr unter Dach und Fach sein. Aber für zwei der insgesamt sechs Gemeindegründe ergab die Lärmkartierung, dass die Umwidmung in Wohngebiet aufgrund der Nähe zur Bundesstraße und der damit verbundenen Lärmbelastung nicht genehmigt werden kann.

Also entschloss man sich im Oetzer Gemeinderat nun, alle sechs Grundstücke in gemischtes Wohngebiet umzuwidmen, wodurch die zulässige Grenze an Lärmbelastung angehoben werden kann.

Die Bauwerber können trotzdem ihre Wohnhäuser dort errichten. Zusätzlich könnten hier nun laut Tiroler Raumordnung „neben den Betrieben, die im Wohngebiet zulässig sind, auch andere öffentliche Gebäude, Gast- und Beherbergungsbetriebe bis 40 Betten und Gebäude für Kleinbetriebe errichtet werden“.

Der eintimmige Gemeinderatsbeschluss liegt nun vor, fünf Wochen dauert die Kundmachungsfrist. Bürgermeister Hansjörg Falkner hofft, dass die aufsichtsbehördliche Genehmigung in zwei Monaten vorliegen wird.

Für zwei weitere Grundstücke in Moos, die bebaut werden sollen, wurde eine Umwidmung in Wohngebiet erlassen. Auch wenn man wolle, könne man nicht das gesamte Gebiet auf einen Schlag umwidmen, so Falkner. Zulässig sei es, jeweils nur einzelne Parzellen zweckzuwidmen, wie ihm der Raumplaner erklärt habe.

Auf demselben Feld befindet sich außerdem eine weitere Parzelle, für die der Bebauungsplan nach einer Stellungnahme der Landesgeologie in einem Abschnitt abgeändert werden muss.

Im Eck des besagten Grundstücks befindet sich nämlich ein Grundwasseraustritt. Dieser Bereich musste laut Geologen als unbebaubar festgelegt werden. Auch diese beiden Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.

Wenn das Grundwasser in dem östlichen Eck des Geländes (in der Karte rechts) steigt, muss es in diesem Bereich künstlich abgeleitet werden.
Wenn das Grundwasser in dem östlichen Eck des Geländes (in der Karte rechts) steigt, muss es in diesem Bereich künstlich abgeleitet werden.
- Dorn



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