Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 09.02.2019


Bezirk Imst

Denkmalschutz soll Geld bringen

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© Verein handwerksmühle



Jerzens – „Die Förderungen für die Sanierung Alte Mühle Ritzenried sind bewilligt“, konnte der Bürgermeister von Jerzens, Karl Raich, seinem Gemeinderat Ende Jänner berichten. Nun müsse ein Baukonto mit einem Überziehungsrahmen von 300.000 Euro eingerichtet werden, damit die Arbeiten im Frühjahr beginnen können.

Die Gemeinde und der Mühlenverein unter GR Markus Taibon waren in Sachen Förderungen eifrig unterwegs. Die Alte Mühle ist als Gebäude 1650 urkundlich gesichert, das dazugehörige Recht taucht aber schon 1582 auf. Bis 1958 war sie in Betrieb, vor einigen Jahren kaufte die Gemeinde das alte Ensemble. Nun wird die Mühle als „Handwerksmühle“ begehbar gemacht. Der angrenzende Stadel wird zu einem Veranstaltungsort ausgebaut. Entsprechend wurden verschiedene Förderstellen kontaktiert. Dabei erwähnt der Dorfchef etwa das Regionalwirtschaftliche Programm (RWP) Pitztal, die Kulturabteilung sowie Dorferneuerung des Landes und die Landesgedächtnisstiftung. „Die Förderungen seitens des Bundesdenkmalamtes sind noch offen“, erklärt Raich, „denn die Unterschutzstellung läuft noch.“ Dazu kommen 145.000 Euro an Eigenmitteln der Gemeinde, die einfließen sollen. Vergangenes Jahr wurden vom beauftragten Architekten 818.000 Euro veranschlagt. (pascal)