Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 14.02.2019


Bezirk Landeck

SPÖ will in Landeck Lehrlinge unterstützen

Mehrere junge Asylwerber, die im Bezirk Land­eck ihre Lehre absolvieren, sind von Abschiebung betroffen. Die SPÖ will ihnen nun helfen.

Im Bezirk absolvieren mehrere Asylwerber eine Lehre.

© TT/BöhmIm Bezirk absolvieren mehrere Asylwerber eine Lehre.



Landeck – Mehrere junge Asylwerber, die im Bezirk Land­eck ihre Lehre absolvieren, sind von Abschiebung betroffen – die TT berichtete. Die SPÖ fordert die Stadt auf, mit einer Resolution an die österreichische Bundesregierung dagegen zu kämpfen. Einen entsprechenden Antrag brachte Gemeinderätin Simone Plangger (SPÖ) in der vergangenen Sitzung ein.

Grundlage ist die vom oberösterreichischen Landesrat der Grünen, Rudi Anschober, gestartete Kampagne „Ausbildung statt Abschiebung“. Seine Petition wurde inzwischen von über 68.000 Privatpersonen unterschrieben und fand über die Parteigrenzen hinaus zahlreiche Unterstützer. „Es geht um die Zusicherung, dass die Asylwerber, bis sie die Lehre abgeschlossen haben, nicht abgeschoben werden“, so Plangger. Zudem wird in der Resolution, die von bereits über 100 Gemeinden unterschrieben worden sein soll, die Umsetzung des deutschen „3plus2-Modells“ gefordert. Asylwerber dürfen dort während ihrer Ausbildung und in den ersten beidenBerufsjahren nicht abgeschoben werden. Gerade im Bezirk herrsche ein massiver Fachkräftemangel, so Plangger. Dass man Menschen, die eine Ausbildung machen, außer Landes bringe, sei kontraproduktiv. (mr)