Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 14.02.2019


Innsbruck

Ärger über Gastgarten-Kosten: Gespräch mit Gastronomen

Kurz nach dem TT-Bericht über den Ärger unter einigen Gastgartenbetreibern in der Innenstadt hat das Büro von Bürgermeister Georg Willi (Grüne) die Gastronomen zu einem Gespräch eingeladen.

Keine sonnigen Aussichten für Innsbrucks Gastgärten dieser Tage. Nicht nur durch das Wetter ist die Stimmung frostig. (Symbolfoto)

© Thomas Böhm / TTKeine sonnigen Aussichten für Innsbrucks Gastgärten dieser Tage. Nicht nur durch das Wetter ist die Stimmung frostig. (Symbolfoto)



Innsbruck – Kurz nach dem TT-Bericht über den Ärger unter einigen Gastgartenbetreibern in der Innenstadt hat das Büro von Bürgermeister Georg Willi (Grüne) die Gastronomen zu einem Gespräch eingeladen. Es habe aber in der Vergangenheit mehrfach Informationen und Gespräche gegeben, sagt Willi, der noch einmal die Beweggründe der Gebühren­erhöhung für das Stehenlassen von Möbeln erläutern möchte. Er sagt: „Was wir bisher als Verordnung hatten, beruhte eigentlich auf einem Probebetrieb, den wir jetzt auf eine faire Basis stellen wollen.“ Ursprünglich sei von der Stadtplanung der Vorschlag gekommen, dass alle Betriebe ihre Möbel in der Nacht wegräumen müssen. Das habe er als „überschießend“ empfunden.

Andererseits brauche es faire Spielregeln für jene, die die Möbel nicht stehen lassen können. „Die haben hoh­e Kosten, weil sie ein Lager brauchen, und jemand, der das abends wegsperrt“, argumentiert Willi. „Alles andere wäre unfair.“

Wie berichtet, hatten sich mehrere Gastronomen darüber beschwert, dass einerseits mit ihnen nicht gesprochen wurde und andererseits die Gebühren für dieselbe Leistung um über 70 Prozent steigen würden. Argument der Wirte: Der Gastgarten sei kein zusätzliches Geschäft, sondern dieses verlagere sich nur vom Lokal nach draußen. Würden die Gebühren so bleiben, dann müssten die Preise erhöht werden. „Wir waren im Stadtsenat gegen die neue Gastgartenverordnung“, erklärt FP-Stadträtin Andrea Dengg. Auch sie bemängelt die fehlende Kommunikatio­n mit den Gastronomen. Sie sieht in der Gebührenerhöhung „ein gutes Geschäft“ für die Stadt. (mw)