Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 14.02.2019


Bezirk Imst

Imster Stadtbudget steht ganz im Zeichen des Zuzugs

Die Bevölkerungszunahme bringt nicht nur Mehreinnahmen, sondern fordert die Stadtführung auch wegen steigender Aufwände.

Der Budgetvorschlag für 2019 wurde einhellig, bei einer Enthaltung, von den Imster Mandataren begrüßt.

© ParthDer Budgetvorschlag für 2019 wurde einhellig, bei einer Enthaltung, von den Imster Mandataren begrüßt.



Von Thomas Parth

Imst – Ob die Stadtgemeinde Imst in den vergangenen fünf Jahren zu rasch gewachsen ist oder nicht, war ein Thema, welches jüngst im Gemeinderat diskutiert wurde. Während für StR Andrea Jäger, Vize-BM Gebhard Mantl und GR Brigitte Flür die Entwicklung ein wenig zu rasch voranschreitet, sah dies Vize-BM Stefan Krismer betont gelassen. „Ich finde nicht, dass wir jemanden aktiv herzügeln. Unsere Stadt bietet rund 9000 Arbeitsplätze, was uns auch als Wohnort attraktiv macht. Es ist grundsätzlich auch sinnvoll, dort zu wohnen, wo man arbeitet. Außerdem haben wir als Bezirkshauptstadt einiges zu bieten. Imst nimmt einfach seinen Standortvorteil wahr“, resümiert Stefan Krismer.

Dagegen argumentiert Brigitte Flür, dass man als Stadt auch Wege finden könne, um nur eine gewisse Anzahl an Wohnungen zuzulassen. „Was die Gemeindewohnungen betrifft, besteht Sanierungs­bedarf“, merkt Sozialreferentin Andrea Jäger an: „Ich bin für eine moderate, gesunde Siedlungspolitik.“

BM Stefan Weirather will nur ein normales Wachstum erkennen und beziffert die Einwohnerzahl von Imst per 1. Jänner 2019 mit 10.642 Personen, wobei dies ohne die rund 500 Zweitwohnsitze beziffert ist. Was die gemeindeeigenen Wohnungen angeht, werde noch heuer ein Renovierungskonzept erstellt.