Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 19.02.2019


Bezirk Kufstein

Baupläne für Feuerwehr und Bergrettung in Kufstein stehen fest

Hinter dem bestehenden Gebäude in Kufstein entsteht 2020 ein Neubau

für die beiden Organisationen. Der Bau wird mit 2,3 Mio. netto beziffert.

Das alte Gebäude in der Weissachstraße: Auf derm Grundstück dahinter soll der Neubau 2020 entstehen.

© hrdinaDas alte Gebäude in der Weissachstraße: Auf derm Grundstück dahinter soll der Neubau 2020 entstehen.



Von Florian Haun

Kufstein – Große Freude herrscht bei der Kufsteiner Stadtfeuerwehr, denn die Vorbereitungen für den Zubau des Feuerwehrhauses sind in vollem Gange. „Durch den Gefahrenzonenplan der Kufsteiner Stadtbäche hat es etwas länger gedauert, bis klar war, dass wir dort überhaupt bauen dürfen“, erklärte BM Martin Krumschnabel bei der 153. Jahreshauptversammlung am Freitag. Wann die Bagger auffahren, stehe noch nicht fest, man rechne aber erst Anfang 2020 damit.

Errichtet wird der 2,3-Mio.-Euro-Neubau (netto) auf dem Grundstück hinter dem bestehenden Gebäude. Die neuen Räumlichkeiten werden sowohl Stadtfeuerwehr als auch Bezirksfeuerwehrverband und die Kufsteiner Bergrettung nutzen.

Hier soll der Neubau 2020 entstehen.
Hier soll der Neubau 2020 entstehen.
- hrdina

Im Rahmen der Bauarbeiten wird auch das bestehende Gebäude adaptiert und mit dem Neubau verbunden. „Ihr habt da ein sehr schönes Projekt ausgewählt, das zwar um einiges teurer ist als gedacht, aber auch um einiges toller“, betonte der Bürgermeister.

Im Sommer des vergangenen Jahres gab es bereits einen Architektenwettbewerb. Aus den drei Entwürfen wählte die Jury das dreistöckige Projekt der WRS Energie- und Baumanagement GmbH Innsbruck.

„Das Projekt ist zwar um einiges teurer als gedacht, aber auch um einiges toller.“
Martin Krumschnabel 
(Bürgermeister Kufstein)
„Das Projekt ist zwar um einiges teurer als gedacht, aber auch um einiges toller.“ Martin Krumschnabel 
(Bürgermeister Kufstein)
- Otter

Neben dem Blick in die Zukunft präsentierten die Kameraden auch ihre Jahresbilanz. 2018 absolvierte die Wehr insgesamt 292 Einsätze, bei denen 2047 Mann 1752 Stunden im Einsatz waren. Davon waren 148 Brandeinsätze, wobei 91 davon Fehl- und Täuschungsalarme waren.

Weitere 134 waren technische Einsätze, darunter 15 Verkehrsunfälle und zehn Brandsicherheitswachen. Im Zuge der extremen Schneemassen mussten die Feuerwehrmitglieder 92-mal ausrücken. Außerdem wurden im Vorjahr 119 Übungen inklusive der großen Hauptübung beim Altenwohnheim abgehalten, 1059 Mann gaben in 2996 Stunden ihr Bestes. Besonders stolz ist Wehr auf ihren Nachwuchs: Die 14-köpfige Jugendfeuerwehr meisterte 36 Übungen.

Angelobt wurden die vier jungen Kameraden (v. l.) Andreas Grafl, Adrian Mair, Sebastian Fuchs junior und Eugen Bicanic.
Angelobt wurden die vier jungen Kameraden (v. l.) Andreas Grafl, Adrian Mair, Sebastian Fuchs junior und Eugen Bicanic.
- Haun

Traditionellerweise standen auch zahlreiche Ehrungen am Programm der Jahreshauptversammlung. So wurde Otto Albrecht senior für seine 25-jährige Mitgliedschaft honoriert, auf 40 Jahre blickt bereits Walter Gasser zurück. Seit fünf Jahrzehnten steht Karl Ott im Dienst der hiesigen Feuerwehr. Für seine 60-jährige Mitgliedschaft wurde Kommerzialrat Anton Rieder ausgezeichnet, auf dessen Grundstück das neue Feuerwehrgebäude entstehen wird. Unter tosendem Applaus wurde Brandrat Erwin Acherer zum Ehrenmitglied ernannt. Von 1998 bis 2002 fundierte er als Kommandant der Feuerwehr Kufstein, von 1998 bis 2008 als Abschnittskommandant und war von 2008 bis vor Kurzem stv. Bezirkskommandant.

Kommandant-Stv. Sebastian Mayrhofer (l.), BM Martin Krumschnabel (3. v. l.) und Kommandant Hans-Peter Wohlschlager (r.) gratulierten Erwin Acherer zur Ehrenmitgliedschaft.
Kommandant-Stv. Sebastian Mayrhofer (l.), BM Martin Krumschnabel (3. v. l.) und Kommandant Hans-Peter Wohlschlager (r.) gratulierten Erwin Acherer zur Ehrenmitgliedschaft.
- Haun

Für ihre langjährigen Dienste wurden Bezirksfeuerwehrinspektor Stefan Winkler, Walter Gasser und Thomas Ebner mit der Silbernen Ehrennadel bedacht, der langjährige Gruppenkommandant Markus Widmann erhielt das Ehrengeschenk der Wehr.