Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 20.02.2019


Bezirk Schwaz

BM Fankhauser: „Zillertal braucht eine zweite Straße“

Der Fügenberger Bürgermeister Josef Fankhauser macht sich für eine zweite Straße ins Zillertal stark.

BM Josef Fankhauser ist für eine zweite Talstraße.

© manfredhaun.comBM Josef Fankhauser ist für eine zweite Talstraße.



Von Eva-Maria Fankhauser

und Angela Dähling

Fügen – Er ist wieder einmal da, der Ruf nach einer zweiten Zillertalstraße. Der Fügenberger Bürgermeister Josef Fankhauser macht sich dafür stark. „Vor allem für die Bürger vom äußeren Fügenberg ist es schwierig, am Wochenende auf die Bundesstraße zu kommen“, sagt er. Denn bei der Auffahrt Fügen Nord brauche man an Stautagen gar nicht erst zu versuchen, auf die Zillertalstraße aufzufahren. Die Fügenberger müssten einmal quer durch Fügen fahren und dann beim Kreisverkehr bei der Therme auf der Bundesstraße in die Staukolonne einfädeln. „Das ist ein Riesenproblem, denn durch das Ortsgebiet staut es auch“, sagt Fankhauser. Der Frust sei groß. Die Verkehrslösung in Fügen sieht Fankhauser als „Geldverschwendung“. Der Stau werde sich nur verschieben. „Das Zillertal braucht ist eine zweite Straße und ein­e zweite Autobahnauf- und -abfahr­t“, sagt er.

Auch in Uderns wird laufend über den Verkehr diskutiert. BM Josef Bucher sieht das geplante Projekt in Fügen als eine Lösung für die dortige Gemeinde, nicht aber als Lösung fürs Tal. Auch die zweispurige Unterflurlösung fände er mehrspurig sinnvoller. Eine zweite Straße sei für ihn durchaus möglich. „Aber es braucht beides. Denn zu einer neuen Zillertalstraße müsste auch die bestehende Straße möglichst kreuzungsfrei gemacht werden“, sagt Bucher.

Laut jüngstem Gerücht soll auch der Harter Bürgermeister Hans Flörl für eine zweite Straße ins Tal sein. „Bei uns in Hart kommt sicher keine zweite Straße. Auf der anderen Zillerseite wäre das was anderes“, räumt Flörl sein. Denn dann betreffe es Fügen und nicht das Harter Wohngebiet. Aber das Problem fange bei der überfüllten Autobahn an. BM Alois Wurm (Bruck) meint: „Die Gäste sind auf der anderen Talseite. Wer die Zimmer und Lifte zur Verfügung stellt, muss auch für die straßenbauliche Infrastruktur sorgen.“

Für die Harter ist beim Straßenbauprojekt Fügen neben der direkten Anbindung an die Zillertalstraße ein Gehsteig auf Fügener Seite bis Hart Bedingung. BM Mainusch bestätigt, dass der bestehende Gehweg bis zur Harter Brücke verlängert werde. Zudem werde dort der Radweg unter der Straße durchgeführt. Die bestehende Baumallee an der L298 werde durch die Baupläne kaum berührt, ergänzt Molzer.

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