Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 11.03.2019


Exklusiv

Tiroler Pilot-Heime kämpfen mit Tarifsystem

Das neue Kosten- und Tarifsystem für Tirols Heime kämpft mit Startschwierigkeiten. Nach dem ersten Testjahr sehen sich einige Pilotheime mit Nachforderungen durch das Land konfrontiert. An Lösungen wird gearbeitet.

In den Heimen des Lienzer Altenheimverbandes sieht man die Rückzahlungsaufforderungen als nicht berechtigt an.

© Wohn- und Pflegeheim LienzIn den Heimen des Lienzer Altenheimverbandes sieht man die Rückzahlungsaufforderungen als nicht berechtigt an.



Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – „Das Land will für das Jahr 2018 1,3 Millionen Euro zurück.“ Das beklagt die Lienzer Bürgermeisterin, SP-Landtagsabgeordnete und Obfrau des Gemeindeverbands Bezirksaltenheime Lienz, Elisabeth Blanik. Die im Verband integrierten vier Heime sind Teil des Pilotprojektes „Tagsatzkalkulation neu“ (siehe Factbox). Gemäß dem neuen Tarifsystem hätte der Verband Personal aufstocken müssen, um dem vorgeschriebenen Leistungskatalog zu entsprechen. Schließlich ist das neue Tagsatzsystem danach ausgerichtet. „Aufgrund des bestehenden Personalmangels waren wir dazu aber nicht in der Lage“, sagt Blanik. Dennoch sei es für die Heimbewohner zu keinen Leistungseinbußen gekommen. Weil man, so Blanik, die Leistungen mit dem bestehenden Personal (Mehrarbeit, Überstunden, Urlaubsrückstellung) sehr wohl erbracht habe. Dennoch: Auf dem Papier seien die Vorgaben nicht erfüllt worden. Jetzt wird mit dem Land verhandelt. Blanik will kein Geld zurückzahlen, denn auch die Umstellung sei ein „extremer Aufwand“ gewesen.

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