Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 12.03.2019


Exklusiv

Innsbrucker Markthalle: Viel Platz für mögliche Zwischenlösung

Wie mit dem Marktplatz und der Markthalle künftig umgehen? Diese Frage stellt sich die Stadt nicht nur bis zum Sommer.

BM Georg Willi möchte die Eingangssituation zur Markthalle verbessern und das Zusammenspiel mit dem Marktplatz aufwerten

© Archiv/innpublicBM Georg Willi möchte die Eingangssituation zur Markthalle verbessern und das Zusammenspiel mit dem Marktplatz aufwerten



Von Marco Witting

Innsbruck – In Arbeitsgruppen wird, so sagt es schon der Name, viel gearbeitet. Doch manchmal verschwinden in solchen Einrichtungen auch klammheimlich Projekte. Rund um den Innsbrucker Marktplatz und die Markthalle soll dies anders sein. Und so lobte BM Georg Willi gestern am Rande seines allwöchentlichen Medien-Jour-fixe die Arbeit jener Gruppe, die sich in diesem Bereich engagiert und einbringt. Die soll jetzt einen „Zwischenschritt“ ausarbeiten, bis dann wohl erst ab 2025 eine komplette Neugestaltung des Areals zwischen Marktplatz und Unibrücke angedacht ist.

„Es gibt laufend Überlegungen und Besprechungen, wie wir einerseits den Marktplatz künftig bespielen wollen. Was passiert hier und was nicht. Andererseits geht es auch um die Gestaltung dieses wichtigen Platzes und die Verbindung zur Markthalle.“ Bis Sommer soll sich hier eine Lösung abzeichnen, sagt Willi. Eine Veränderung der Eingangssituation, also der Abriss des Vorbaus aus Glas, ist noch nicht fix. „Die Wahrscheinlichkeit dazu ist aber sehr hoch“, sagt Willi. „Hier kommen sehr viele Menschen her, auch Touristen, und wir möchten in diesem Bereich die Menschen einladen, in die Markthalle zu kommen.“ Der Stadtchef möchte generell die Bespielung der Plätze überdenken und für 2020 hier möglicherweise Änderungen herbeiführen. Das Programm für heuer am Marktplatz bleibe unverändert. Dem gegenüber steht bekanntlich der European15-Wettbewerb für Städtebau und Architektur. Dessen Ziel ist es, die baulichen Möglichkeiten bis zur Unibrücke herauszuarbeiten und dieses Gebiet komplett neu zu gestalten. Der Wettbewerb dazu startet jetzt dann im März. Im Dezember werden die Ergebnisse präsentiert.

Zukunftsmusik. Und daher soll sich die Arbeitsgruppe unter der Leitung der IIG jetzt bis zum Sommer über Verbesserungen Gedanken machen. Inwieweit man angesichts des European-Projekts hier dann zu größeren baulichen Maßnahmen entscheiden kann, bleibt vorerst offen. Für die Markthalle selbst gibt es übrigens noch 20 Jahre eine Betriebspflicht.