Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 21.03.2019


Bezirk Kitzbühel

Die Preise für Baugründe gehen durch die Decke

Baugründe sind im Bezirk Kitzbühel kaum mehr leistbar. Die Gemeinden, wie etwa die Stadt Kitzbühel, steuern dagegen.

Tigewosi-GF Franz Mariacher, BH Michael Berger, LR Beate Palfrader, BM Klaus Winkler und Otto Flatscher, Abteilungsvorstand der Wohnbauförderung (v. l.), beim Auftakt der Bezirkstour in Kitzbühel.

© Michael MaderTigewosi-GF Franz Mariacher, BH Michael Berger, LR Beate Palfrader, BM Klaus Winkler und Otto Flatscher, Abteilungsvorstand der Wohnbauförderung (v. l.), beim Auftakt der Bezirkstour in Kitzbühel.



Von Michael Mader

Kitzbühel – Unter dem Motto „Tirol Zuhause“ – Neuerung der Tiroler Wohnbauförderung startete Wohnbaulandesrätin Beate Palfrader gestern in Kitzbühel eine tirolweite Bezirkstour. Inhalt sind unter anderem die Verbesserungen und die aktuellen Vorhaben im Bereich der Wohnbauförderung.

Bezirkshauptmann Michael Berger betonte, dass Wohnen ein Grundbedürfnis sei. „Gerade im Raum Kitzbühel wird das aber immer schwieriger. Bis vor wenigen Jahren lösten Kaufpreise von einer Million Euro noch einen Aha-Effekt aus. Jetzt ist es zwar nicht Standard, aber an der Tagesordnung“, sagt Berger. Das sei ein veritables Problem für Durchschnittsbürger, besonders für junge Menschen. Wenn das so weitergehe, stelle sich die Frage, ob man in Zukunft nicht regulatorisch eingreifen müsse. Das sei aber eine politische Frage.

Hier hakte Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler gleich ein: „Kitzbühel gilt immer als Paradebeispiel, wenn es um Luxusimmobilien und Freizeitwohnsitze geht. Dabei ist Kitzbühel eine Parade-Gemeinde, wenn es um leistbares Wohnen geht. Ohne überheblich zu sein, haben wir in den vergangenen zehn Jahren 400 Wohnungen und Siedlungsgrundstücke gefördert.“ Das seien fast sechs Prozent aller Wohneinheiten in Kitzbühel in diesen zehn Jahren. Winkler: „Ich bezweifle, dass das eine andere Gemeinde geschafft hat.“

Die Bürgermeister des Bezirks Kitzbühel besichtigten im Rahmen der „Tirol Zuhause“-Tour auch ein kürzlich fertiggestelltes 5-Euro-Wohnprojekt in Kitzbühel. „Wir wollen den Gemeindevertretern zeigen, dass die Vorgabe einer 5-Euro-Bruttomiete pro Quadratmeter und Monat in der Praxis gelingt“, meinte Palfrader. Ausschlaggebend dafür sei, dass Gemeinden, gemeinnützige Bauträger und die Wohnbauförderung zusammenwirken. „Die Wohnanlage in Kitzbühel ist dafür ein Paradebeispiel“, freute sich die Landesrätin.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Am Abend fand dann im Rathaus Kitzbühel eine Veranstaltung für Bürger statt, bei der die konkreten Neuerungen in der Wohnbauförderung präsentiert und Fragen beantwortet wurden.