Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 01.04.2019


Tirol

Med-Uni schaffte finanzielle Genesung



Noch vor Jahren war die Medizinische Universität Innsbruck ein Sorgenkind. Allein im Jahr 2012 brannte der Hut lichterloh. 5,5 Millionen Euro fehlten zur Ausfinanzierung des Budgets, die Rücklagen waren nahezu aufgebraucht. Durch Einsparmaßnahmen und Mittel des Bundes konnte der finanzielle Bankrott jedoch abgewendet sowie das Budgetloch gestopft werden. Unter Ex-Rektorin Helga Fritsch wurde der Genesungsprozess eingeleitet, der sich mit dem neuen Rektorat von Wolfgang Fleischhacker jetzt fortsetzt.

2016 und 2017 wurden bereits Überschüsse erwirtschaftet, 2018 setzt sich dieser Trend fort, wie die Vizerektorin für Finanzen und Informationstechnologie (IT), Manuela Groß, betont. 240.000 Euro beträgt der Jahresüberschuss, den Bilanzgewinn beziffert sie mit 1,4 Millionen Euro. „Die Medizin-Uni steht auf gesunden Füßen, allerdings gibt es natürlich Herausforderungen, die ins Geld gehen." Vor allem die IT müsste an der Universität auf den neuesten Stand gebracht werden, zufrieden ist sie mit der neuen Klinischen Pathologie, wo einige Investitionen vorgenommen wurde. „Seit 1. März werden dort wieder Obduktionen vorgenommen", sagt Groß. Die Zusammenarbeit mit den Tirol Kliniken funktioniere ebenfalls.

Was den Klinischen Mehraufwand, also die Infrastruktur-Abgeltung der Med-Uni für Lehre und Forschung, am Landeskrankenhaus Innsbruck betrifft, wartet Groß einmal ab. Derzeit erhalten die Tirol Kliniken pauschal 65 Millionen Euro. „Ende 2020 können entweder der Bund oder das Land den Vertrag kündigen und neu verhandeln. Man wird sehen, was passiert." (pn)