Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 08.04.2019


Bezirk Schwaz

Auf Solopfaden zum Kindergarten in Schwendau

Die zwei Hektar, die sich im Besitz einer Erbengemeinschaft befinden, hätte BM Franz Hauser gerne in Gemeindebesitz gebracht.

© DählingDie zwei Hektar, die sich im Besitz einer Erbengemeinschaft befinden, hätte BM Franz Hauser gerne in Gemeindebesitz gebracht.



Zwei Hektar Freilandgrund hätte bekanntlich die Gemeinde Hippach kaufen können. Sie lehnte ab und war auch gegen den Kauf gemeinsam mit Schwendau, um dort zusammen eine Daseinsvorsorge-Einrichtung mit Kindergarten, Gepflegtem Wohnen und Jugendzentrum zu errichten — die TT berichtete.

Für den Schwendauer Bürgermeister Franz Hauser wird durch den Nicht-Kauf des Areals durch die Kommunen „eine Jahrhundertchance vertan". Auch VBM Hannes Emberger bedauert, dass das Gemeinschaftsprojekt mit Hippach scheiterte.

Hauser zog kurzzeitig in Erwägung, das auf Nachbargemeindegebiet liegende Areal in Eigenregie mit seiner Gemeinde zu kaufen. Dafür wäre allerdings die Zustimmung der Hippacher Gemeinderäte nötig. „In unserer jüngsten Gemeinderatssitzung kam das Thema kurz zur Sprache, aber der Tenor war, das wir unseren Kindergarten nun auf Schwendauer Grund errichten sollten", schildert Hauser auf Anfrage der TT.

„In Hippach ist man der Meinung, dass man das genannte Areal auch später noch ankaufen könne, weil man die Sache raumordnerisch im Griff habe", fährt er fort. Die Gemeindekooperation mit Hippach bestehe laut ihm nur noch auf dem Papier. Gelebt werde sie leider nicht. Jetzt gelte es in Schwendau zu verifizieren, wo der neue Kindergarten bis Herbst 2021 errichtet werden soll. Was würde der Hippacher Bürgermeister Gerhard Hundsbichler davon halten, wenn Schwendau den Grund allein kaufen würde? „Das höre ich zum ersten Mal. Es liegt kein Antrag vor, daher kann ich dazu nichts sagen", erklärt Hundsbichler. (ad)




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