Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 15.04.2019


Innsbruck

Igler verleihen Unmut über sozialen Wohnbau mit Protestplakaten Ausdruck

Anrainer und Vertreter des Vereins „Menschengerechtes Wohnen in Igls“ befürchten, dass durch das Bauvorhaben „Am Bichl“ ein Verkehrskollaps verursacht wird.

Igler Bürger befürchten einen weiteren Verkehrszuwachs durch die geplanten städtische Wohnanlage „Am Bichl 3“.

© DaumIgler Bürger befürchten einen weiteren Verkehrszuwachs durch die geplanten städtische Wohnanlage „Am Bichl 3“.



Igls – Ihren Unmut über den geplanten sozialen Wohnbau „Am Bichl 3“ haben Igler Bürger nun unübersehbar kundgemacht. An der Hilberstraße wurden Protestplakate, unter anderem mit der Aufschrift „4500 Autos pro Tag sind genug!“, angebracht. Wie berichtet, befürchten Anrainer und Vertreter des Vereins „Menschengerechtes Wohnen in Igls“, dass durch das zwischen Innsbrucker Immobiliengesellschaft und Agrar Igls ausverhandelte Bauvorhaben „Am Bichl“ ein Verkehrskollaps verursacht wird. Schließlich erfolgt die Erschließung für die 50 Wohnungen durch das ohnehin schon verkehrsgeplagte Dorfzentrum. Auch die Vorsitzende des Stadtteil­ausschusses Maria Zimak äußerte im Gespräch mit der TT Bedenken ob des dadurch wachsenden Verkehrsaufkommens.

Für FPÖ-Stadtparteiobmann (und Igler) Rudi Federspiel ist klar, dass eine Zufahrt über die bestehende Straße nicht möglich ist. „Ich vermute, dass die Stadtregierung eine neue Straße durch den Ullwald baut, wenn das Projekt am Bichl realisiert wird“, erklärt Federspiel – „ein Wahnsinn.“

Im Übrigen wird auch der Ärger über die geplante Abschaffung der Stadtteilausschüsse Vill und Igls über Plakataktionen entlang der Igler Straße und im Zentrum kundgetan. (dd)