Letztes Update am Sa, 13.04.2019 15:55

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Landespolitik

Abwerzger gegen „Verplatterung“: ÖVP kontert FPÖ-Chef

Der wiedergewählte blaue Landesparteiobmann hatte eine Koalition mit der VP unter Platter auch nach 2023 ausgeschlossen. VP-Klubobmann Jakob Wolf spricht von „ideenloser Polit-Polterei“.

Markus Abwerzger wurde am Freitag als Parteiobmann bestätigt.

© Michael KristenMarkus Abwerzger wurde am Freitag als Parteiobmann bestätigt.



Innsbruck – Nachdem der wiedergewählte Parteiobmann der Tiroler FPÖ, Markus Abwerzger, am Landesparteitag eine Koalition mit der ÖVP unter Landeshauptmann Günther Platter auch nach der nächsten Landtagswahl 2023 ausgeschlossen hatte, hat die ÖVP ihrerseits mit Kritik an Abwerzger gekontert. Als „ideenlose Polit-Polterei“ bezeichnete ÖVP-Klubobmann Jakob Wolf Abwerzgers Aussagen am Samstag in einer Aussendung.

„Keine einzige Idee, wie in Tirol die Zukunft gestaltet wird, wurde von Abwerzger präsentiert. Um von dieser großen Inhaltsleere am Parteitag abzulenken, wurden kräftige Sprüche geklopft, um doch noch ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit erzielen zu können“, meinte Wolf. Es sei leicht am Abend große Sprüche zu klopfen, anstatt untertags Sacharbeit zu leisten, kritisierte der Klubobmann und fügte hinzu, dass sich das Bedürfnis nach einer vertieften Zusammenarbeit mit der Tiroler FPÖ seitens der Tiroler ÖVP ohnehin stark in Grenzen halte.

Mit „Herrschaften“ wie Platter, AK-Präsident Erwin Zangerl und Landesrätin Beate Palfrader werde es auch nach der nächsten Landtagswahl 2023 keine Zusammenarbeit geben, hatte Abwerzger am Landesparteitag am Freitagabend in Igls erklärt. „Ich will keine Verplatterung Tirols“, betonte der neue und alte Parteiobmann der Tiroler FPÖ. Er sah die Volkspartei in Tirol in einen türkisen und einen schwarzen Teil gespalten. Zu zweiterem Teil würden vor allem Zangerl und Palfrader gehören. Platters Politik bestehe nur aus Stehsätzen, griff der FPÖ-Chef den Landeshauptmann auch frontal an. (APA)