Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 18.04.2019


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Freizeitwohnsitzabgabe: Schöpf ruft Eiszeit mit dem Land aus

Weil Vorschläge des Verbands zur Freizeitwohnsitzabgabe negiert wer-den, hat Gemeindepräsident Schöpf Experten des Landes ausgeladen.

In einem Schreiben an LH Günther Platter (l.) drückt Schöpf indirekt seinen Unmut über die Freizeitwohnsitzabgabe aus.

© BöhmIn einem Schreiben an LH Günther Platter (l.) drückt Schöpf indirekt seinen Unmut über die Freizeitwohnsitzabgabe aus.



Innsbruck – Es knistert im Gebälk: Zwischen dem Land bzw. der schwarz-grünen Landesregierung und Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf (ÖVP) herrscht offenbar Eiszeit. Anlass sind die Gesetzesvorlagen für eine Freizeitwohnsitzabgabe und die neue Gemeindeordnung. Schöpf fühlt sich vor den Kopf gestoßen, weil vor allem bei der Wohnsitzabgabe die Vorschläge des Gemeindeverbands nicht berücksichtigt wurden. Der Gemeindeverband hat sich bekanntlich für ein Modell wie in Kärnten ausgesprochen, das für alle Nebenwohnsitze mit Ausnahme für beruflich bedingte eine Zweitwohnsitzsteuer vorsieht. Die schwarz-grüne Koalition stellt hingegen lediglich auf eine gestaffelte Abgabe zwischen 100 und 2200 Euro für Freizeitwohnsitze ab. Und das missfällt Schöpf.

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