Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 24.04.2019


Innsbruck-Land

Stubaier blicken ins Wipptal

Die beiden Täler wollen sich als Leaderregion bewerben. Im Stubai soll indes ein Talmanager dem­nächst seine Arbeit aufnehmen.

Die fünf Orte des Stubaitals haben sich auf ein gemeinsames Leitbild geeinigt und wollen sich auch mit dem Wipptal zusammentun.

© TVB StubaiDie fünf Orte des Stubaitals haben sich auf ein gemeinsames Leitbild geeinigt und wollen sich auch mit dem Wipptal zusammentun.



Von Denise Daum

Schönberg – Über die Gemeindegrenzen hinweg zusammenzuarbeiten, ist in Tirol derzeit sehr angesagt. Die Orte des Stubaitals haben bei einem historischen Fünfer-Gemeinderat vor genau einem halben Jahr ein gemeinsames Leitbild beschlossen. Seitdem haben sich drei Arbeitsgruppen – Mobilität, Soziales und Generationen sowie Bau und Raumordnung – mit Vertretern aller fünf Gemeinden und Fachleuten zusammengefunden. Heute Nachmittag findet die Kick-off-Veranstaltung dieser Arbeitsgruppen statt.

Doch nicht nur die einzelnen Gemeinden sollen näher zusammenrücken – auch das Stubai und das Wipptal planen eine intensivere Zusammenarbeit. Schönbergs Bürgermeister Hermann Steixner, Planungsverbands­obmann im Stubaital, erklärt, dass sich die beiden Täler gemeinsam als Leaderregion, ein EU-Förderprojekt zur Entwicklung des ländlichen Raumes, bewerben wollen. „Das Wipptal ist ja schon länger Leader und hat damit Erfahrung. Laut Land Tirol haben sich die Kriterien etwas verändert zugunsten der Förderung von größeren Regionen. Es ist auch im Sinne des Landes, dass wir uns da zusammentun“, erklärt Steixner. Mit den Wipptalern habe man sich mittlerweile „zusammengerauft“.

Für den Posten des so genannten Talmanagers, der sich um die beim Fünfergemeinderat beschlossene gemeinsame Entwicklung des Stubaitals kümmern soll, haben sich übrigens 25 Personen beworben. Vier sind in die engere Wahl gekommen, das finale Hearing findet am kommenden Montag statt. Seine Arbeit soll der Talmanager nach der Entscheidung „möglichst bald“ aufnehmen, wie BM Steixner erklärt. Einen kleinen Teil seiner Zeit – 15 Prozent – soll dieser Manager dann auch mit dem Verbindungsaufbau zwischen Stubai und Wipptal verbringen, um die gemeinsame Bewerbung vorzubereiten.