Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 27.04.2019


Bezirk Reutte

Bäume, Baustellen und Bürokratie in Reutte

Im Reuttener Siedlungsgebiet werden 621 Bäume von der Gemeinde gepflegt – 50 mehr als noch vor fünf Jahren. Die Fällung von elf Bäumen war dennoch eines der großen Themen in der Gemeinderatssitzung.

Die Mühler Straße wird zwischen 8. Juli und 11. August neu gestaltet, Sperren werden erst festgelegt.

© PaschingerDie Mühler Straße wird zwischen 8. Juli und 11. August neu gestaltet, Sperren werden erst festgelegt.



Von Alexander Paschinger

Reutte – Die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung war überschaubar – weshalb ­Alois Oberer auch gleich einen „längeren Kurzbericht des Bürgermeisters“ ankündigte, um über diverse Projektstände zu informieren. Dabei ging es unter anderem um gefällte Bäume, anstehende Baustellen oder auch ein „Feststecken im Bürokratiesumpf“.

Die Diskussion dazu eröffnete GR Barbara Brejla (Grüne): Oberer habe seinerzeit bei der Pavillon-Eröffnung versprochen, dass kein Baum gefällt würde. Das habe sich im Zuge der Planung ergeben, bedauerte Oberer, es sei aber „kein Trend, dass wir alles niederschneiden“. Umweltausschuss-Obmann Helmut Hein betonte seinerseits, dass viel diskutiert wurde und der Gemeindegärtner „sich für jeden Baum eingesetzt“ habe.

Unter „Allfälliges“ brandete die Diskussion noch einmal auf: Christine Schneider, die an die Baumfällung mahnende Kreuze aufgestellt hatte, beklagte, dass die Rodung in Reutte „heimlich“ passiere – und dass ihre Kreuze weggeräumt wurden. Oberer dazu: Schneider habe ihre Aktion auch nicht angekündigt, ihre Kreuze würden im Bauhof zur Abholung bereitstehen. Hein wiederum will die Künstlerin, die für das Reuttener Ortsbild Alleen und Hecken als Biotope für Vögel und Insekten anregte, zur nächsten Umweltausschuss-Sitzung einladen.

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„Seit zehn Jahren läuft die Sache und ich weiß nicht, wo wir stehen“, wirbt Oberer für einen „Schulterschluss von Land, Wasserbauamt und Bezirkshauptmannschaft“.