Letztes Update am Mi, 01.05.2019 06:56

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Spitalsreform

Gipfel im Landhaus: Garantie für Natters, keine Demo

Die Zukunft des Krankenhausstandortes Natters schaut inzwischen weniger düster aus, als dies noch vor Wochen schien. Der Natterer Dorfchef ist zufrieden.

Das LKH Natters.

© Thomas Boehm / TTDas LKH Natters.



Natters – Das von der Schließung bedrohte Krankenhaus in Natters bleibt nun doch erhalten. Das ist das Ergebnis eines gestrigen Gipfels im Innsbrucker Landhaus.

Der für das Spitalswesen zuständige Landesrat Bernhard Tilg gab gestern für Natters eine Standortgarantie ab, wie auch der Zentralbetriebsratsobmann der Tirol Kliniken, Gerhard Hödl, bestätigt.

Für die künftige Nutzung des Krankenhaus­standortes Natters wurde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Klinikführung, des Betriebsrates sowie externen Experten, beschlossen. Das verkündete Tilg im Anschluss an den Gipfel: „Bis auf Weiteres soll der Standort Natters erhalten bleiben.“ Eine Aufwertung durch zusätz­liche Betten im Bereich der Nachsorge und der Pflege ist für Tilg eine mögliche Option. Jedoch sollen alle Pläne ergebnisoffen diskutiert werden: „Jetzt geht es darum, die Stärken von Natters zu definieren und in ein Gesamtkonzept für eine kostengünstige und bestmögliche Versorgung im Zentralraum einfließen zu lassen.“ Der Standort bleibe jedenfalls für die medizinisch-pflegerische Versorgung bestehen. Die Eckdaten sollen nun in den kommenden Monaten ausgearbeitet werden.

In Folge dieses Ergebnisses wurde auch der für den 13. Mai in der Innsbrucker Altstadt geplante Protestmarsch von Gewerkschaft, Ärzten, AK und Pflegern abgesagt. Gegen die Schließung haben bereits 30.000 Personen unterschrieben.

Der Natterer BM Karl-Heinz Prinz zeigte sich in einer ersten Reaktion „zufrieden“. Man werde die Situation mit Spannung weiterverfolgen und sei derzeit wohl „Passagier“. Aber: „Wir hätten uns natürlich gewehrt, wenn es in eine andere Richtung gegangen wäre. So sind wir froh, dass die Versprechungen, die wir bekommen haben, jetzt einmal öffentlich auf dem Tisch liegen.“ (mami, mw, pn)