Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 04.05.2019


Bezirk Imst

Per Bahn hinauf zum Wanderweg im Kühtai

Der Silzer Gemeinderat erteilte die Genehmigung für einen Winterpanoramaweg im Skigebiet Kühtai. Die Behörde ist am Zug.

Wie der Gemeinderat dem geplanten Bauprojekt (Bild) gegenübersteht, wollte GV Wilhelm Mareiler wissen.

© DornWie der Gemeinderat dem geplanten Bauprojekt (Bild) gegenübersteht, wollte GV Wilhelm Mareiler wissen.



Von Agnes Dorn

Silz – Im Winter mit der Hochalterbahn hinauf auf über 1700 Meter. Dann auf einem ebenen und präparierten Wanderweg das Panorama genießen und mit der Kaiserbahn wieder herunter – so geplant vom Tourismusverband und von den Bergbahnen Kühtai und so genehmigt vom Gemeinderat Silz mit einer Enthaltung. Viele Steine gelte es noch aus dem Weg zu räumen, um die Maximalbreite von 3,5 Metern zu errichten. Somit sei der Weg geeignet, um durch ein Loipengerät befahren zu werden, erläuterte GV Wilhelm Mareiler die Pläne. Als Bauherr würden der TVB, als Betreiber die Bergbahnen fungieren, so Mareiler weiter. Die Genehmigung der Gemeinde ist nun eingeholt, der nächste Schritt ist die naturschutzrechtliche Bewilligung.

Ebenfalls bereits in der Planungsphase befindet sich derzeit ein Bauprojekt, das in der Nähe des Jagdschlosses in Kühtai die Errichtung eines Gebäudekomplexes mit 67 Gästezimmern. Weiters sei ein Gebäude an einem zweiten Standort im oberen Dorf mit 116 Zimmern vorgesehen; inklusive 67 beziehungsweise 102 Tiefgaragenplätzen. Die Infrastruktur von der Gemeinde­seite aus wäre vorhanden, nur die Löschwasserbevorratung müsse überlegt werden, erläuterte Mareiler das geplante „Vollausbauprogramm“. Zugleich stellte er an die Gemeinderäte die Frage, wie man dem Projekt generell gegenüberstehe, um dies bei der weiteren Behandlung im Bauausschuss berücksichtigen zu können. Es sei definitiv kein Investorenmodell, so Mareiler, der nun abwarten muss, wie seine Kollegen im Dorfparlament sich positionieren werden.

Demnächst wird die Gemeinde Silz selbst die Planungen beginnen müssen, um das örtliche Raumordnungskonzept, dessen Verlängerung nun wieder für drei weitere Jahre vom Gemeinderat beschlossen wurde, fortzuschreiben.

„Wir müssen damit bald anfangen, weil das eine umfangreiche Arbeit sein wird und die drei Jahre bald um sind“, mahnte Mareiler einen zügigen Start ein. Die geschätzten Kosten für die Fortschreibung dürften sich laut seiner Schätzung auf 50.000 bis 60.000 Euro belaufen und könnten teilweise durch Förderungen abgedeckt werden.

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