Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 08.05.2019


Bezirk Imst

Kritik an der Neuordnung im Imster Bauausschuss

Der Rückzug von Stadtrat Christoph Stillebacher (l.) machte einen Wechsel in den Ausschüssen notwendig: Vizebürgermeister Stefan Krismer (M.) übernimmt den Bauausschuss, BM Stefan Weirather die Kultur.

© ParthDer Rückzug von Stadtrat Christoph Stillebacher (l.) machte einen Wechsel in den Ausschüssen notwendig: Vizebürgermeister Stefan Krismer (M.) übernimmt den Bauausschuss, BM Stefan Weirather die Kultur.



Am kommenden Dienstag sollte der Bauausschuss des Imster Gemeinderates mit Vizebürgermeister Stefan Krismer einen neuen Obmann bekommen. Wie berichtet, hatte Bürgermeister Stefan Weirather diese Funktion abgegeben, weil er das Kulturressort übernimmt. Das politische Personal-Karussell innerhalb der Bürgermeisterfraktion war in Bewegung geraten, weil Stadtrat Christoph Stillebacher als neuer AK-Vizepräsident aus der Stadtpolitik ausscheiden musste.

Auf Kritik stößt die Umstrukturierung beim neuen FPÖ-Stadtparteiobmann Christian Gasser: Dass nun Krismer, „seines Zeichens Geschäftsführer eines Bauunternehmens bzw. Wohnbauträgers mit Sitz in Imst, dieses Amt als Obmann innehaben möchte, verstehen wir, stimmt uns aber eher bedenklich", so Gasser. Von der „fachlichen Kompetenz, Wissen und Können würde ja hier absolut nichts dagegensprechen, jedoch der ,fade' Beigeschmack von Vorteils­nahme und Befangenheit würde immer im Raum stehen bleiben". Mit Befremden sieht Gasser auch, dass ein Bauunternehmer anderen Bauunternehmern und Mitbewerbern Änderungen vorgibt und diese auch vollzieht.

„In eigenen Angelegenheit wäre ich ohnehin befangen", meint dazu Krismer, der betont, „dass ich ja noch nicht gewählt bin". Man könne immer irgendetwas vorhalten, aber er möchte sich an seiner Arbeit messen lassen. Stadtchef Weirather, der seinen Vorsitz für Krismer zurückgelegt hatte, verteidigt seinen Vize als „sehr kompetent und sehr loyal gegenüber allen Imstern". (pascal)