Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 10.05.2019


Osttirol

Raikasteg in Lienz gewinnt an Breite

Der viel frequentierte Fußübergang über die Drau fiel dem Hochwasser im Oktober zum Opfer. Neubau erst im Winter.

Der viel frequentierte Fußübergang über die Drau fiel dem Hochwasser zum Opfer. Künftig fahren hier auch Radler.

© Christoph BlassnigDer viel frequentierte Fußübergang über die Drau fiel dem Hochwasser zum Opfer. Künftig fahren hier auch Radler.



Von Christoph Blassnig

Lienz – Die Volkspartei will in der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 14. Mai, einen Antrag zur Herstellung einer Behelfsbrücke beim Draupark einbringen, teilte VP-Vizebürgermeister Kurt Steiner in einer Aussendung mit. Der „Raikasteg“ genannte Übergang wurde beim Hochwasser im vergangenen Oktober so stark beschädigt, dass er abgetragen werden musste, die TT berichtete.

Die Planungen für den Neubau laufen. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 10. April die statische Bearbeitung an das Ziviltechniker-Büro Tagger vergeben. Stefan Tagger erklärt den Umfang der Arbeiten: „Die Fahrbahnbreite wird auf vier Meter erhöht. Die bisherigen Widerlager sind dafür zu klein.“ Die Brücke wird wieder als Stahltragwerk mit einer Holzbedielung ausgeführt. Das Geländer soll geschlossen sein. Um den vorgeschriebenen Abstand von einem Meter über einem hundertjährlichen Hochwasser (HQ100) einzuhalten, wird die Fahrbahn etwas höher als bisher liegen und die Zu- und Abfahrten werden angepasst. Die lichte Weite wurde für die ersten Planungen mit 23 Metern angenommen. Die endgültigen Vorgaben für den berechneten Flussquerschnitt liefert das Baubezirksamt. Die neuen Widerlager können allerdings erst bei Niedrigwasser betoniert werden.

- Stadt Lienz

Vize-BM Steiner kann sich nun eine Behelfslösung für die Sommermonate vorstellen. „Viele beschweren sich bei mir, dass hier nichts weitergeht.“ Bürgermeisterin Elisabeth Blanik verweist auf die Kosten: „Je nach Nutzungsdauer können für ein solches Provisorium zwischen 50.000 und 100.000 Euro fällig werden.“ Das stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen. Steiner setzt auf das Bundesheer. Baubezirksamtsleiter Harald Haider hat ebendort vor einem Monat bezüglich eines Behelfs für den neuen Drauradweg angefragt: „Nichts frei.“




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