Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 22.05.2019


Bezirk Kufstein

Auf Kasernenareal in Kufstein soll ein neuer Stadtteil entstehen

Stadt Kufstein und private Investoren planen am 65.000 Quadratmeter großen Areal einen Mix aus Wohnen, Arbeit und Schule – Baustart 2025.

Ein Areal so groß wie elf Fußballfelder: Der neue „Stadtteil“ erreicht in etwa die Dimension der Kufsteiner Innenstadt.

© BodnerEin Areal so groß wie elf Fußballfelder: Der neue „Stadtteil“ erreicht in etwa die Dimension der Kufsteiner Innenstadt.



Von Jasmine Hrdina

Kufstein – Allein die Dimension des Grundstücks lässt keinen Zweifel: Dieses Projekt hat für Kufstein große Tragweite. Gestern präsentierten Vertreter der Stadt und Unternehmer (Bodner und Unterberger-Gruppe) ihre gemeinsamen Pläne für das ehemalige Kasernenareal. Auf dem insgesamt 65.000 Quadratmeter großen Feld soll ein „neuer Stadtteil“ ins Leben gerufen werden. Die Chance, die sich hier für Kufstein ergibt, sei einmalig, meinte Bürgermeister Martin Krumschnabel. Denn jeder Eigentümer der einzelnen Parzellen würde nicht sein eigenes Süppchen kochen, sondern man wolle gemeinsam ein zukunftsfähiges Projekt realisieren, das „nicht nur einen Mehrwert für jene Leute haben wird, die dort wohnen und arbeiten“, wie VBM Hannes Rauch titelte. Zwei Drittel der Fläche stehen im Besitz der Firma Bodner, den Rest teilen sich Stadt bzw. die B & U Immobilien GmbH (Bodner & Unterberger).

Unlängst fand der „gedankliche Spatenstich“ statt – eine 15-köpfige Arbeitsgruppe sammelt seither Ideen. Ein Mix aus Wohnen und Arbeiten soll es werden, möglichst verkehrsfrei. Eigentumswohnungen wie auch welche von sozialen Wohnbauträgern sind angedacht, ebenso wie eine Schule, ein Kindergarten, eine Tiefgarage sowie kleinere Handelsflächen, gab Unternehmenschef Thomas Bodner erste Einblicke in den Denkprozess. Lebensqualität und Grünanlagen seien jedenfalls wichtige Parameter in der Planung, ergänzte Florian Unterberger.

Mit an Bord der Kreativgruppe ist auch Zukunftsforscher Harry Gatterer. „Er weiß viel von der Welt und wird als Kufsteiner sicher auch Herzblut einbringen“, ist Sandra Bodner überzeugt. Ansätze aus der Zukunftsforschung, wie sich Arbeitsplätze, Wohnen und Schule in den kommenden Jahren verändern werden, sollen jedenfalls in die Planung miteinfließen. Aktuellen Trends gegenüber, wie Begrünung inklusive Bäumen auf den Dächern oder Büros, die man kurzfristig mieten kann, sei man nicht abgeneigt, erklärte Fritz Unterberger sen.

Wo auf dem Grundstück was umgesetzt wird, da will das Team flexibel sein. „Wenn dazu eine andere Verteilung des Eigentums notwendig sein sollte, wird es an uns nicht scheitern“, schickte BM Krumschnabel voraus.

Bis zum Herbst sollen die Ideen konkretisiert werden. Dann dürfen sich die Architekten im Bewerb austoben. Die Kür des Siegers ist für das Frühjahr 2020 angesetzt, der Baustart wird allerdings erst 2025 erfolgen.




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