Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 22.05.2019


Innsbruck

Diskussion um Downhiller kommt zeitlich ungelegen

In drei Wochen startet das Bike-Event Crankworx. Der TVB sieht keine Verschärfung im Konflikt rund um den Transport von Downhillern.

Von 12. bis 16. Juni findet im „Bikepark Innsbruck“ wieder das Mountainbike-Event Crankworx statt.

© Thomas Boehm / TTVon 12. bis 16. Juni findet im „Bikepark Innsbruck“ wieder das Mountainbike-Event Crankworx statt.



Von Denise Daum

Innsbruck, Mutters – Bereits zum dritten Mal ist Tirol Bestandteil der Crankworx World Tour. Vom 12. bis 16. Juni treten bei dem Mountainbike-Freeride-Event im Bikepark bei der Muttereralmbahn die Profis der internationalen Szene an. Für den Tourismusverband Innsbruck ist Crankworx wichtig – bekommt man dadurch doch weltweiten Zugang zu einem jungen, sportlichen Publikum. Ungelegen kommt da allerdings die aktuelle Diskussion, um nicht zu sagen der Streit, rund um die Downhill-Szene in Innsbruck. Wie berichtet, hat die Nordkettenbahn nach einem Eklat die Downhiller für den Monat Mai ausgesperrt, auch in den IVB-Bussen ist es zu Problemen gekommen.

Der Zeitpunkt der Debatte sei „unglücklich“, wie TVB-Direktorin Karin Seiler-Lall erklärt. Es sei tatsächlich etwas widersprüchlich, dass Innsbruck einerseits ein großes Bike-Event ausrichtet, andererseits aber Probleme mit dem Transport von Bikern hat. „Es ist eine gewisse Herausforderung, das zu kommunizieren und zu erklären“, sagt Seiler-Lall. Trotz allem gelingt der TVB-Chefin auch eine positive Deutung: „Keine andere Stadt hat so ein Problem. Es ist einzigartig, dass man vom Zentrum in wenigen Minuten zum Biken auf den Berg gelangt. Wir haben sozusagen ein Luxusproblem.“

Eine Verschärfung des Konflikts durch Crankworx schließt Seiler-Lall jedoch aus, schließlich gebe es für die Dauer des Festivals Extra-Shuttles zum Bikepark Innsbruck in Mutters. Zudem seien zahlreiche Tageszuschauer ohne Bike unterwegs.

Nachdem die Stadt Innsbruck am Montag verkündet hatte, dass Downhiller die Buslinie J benützen können, bis die langfristige Shuttle-Lösung realisiert werden kann, forderten die NEOS gestern den Tourismusverband auf, den geplanten Shuttle mitzufinanzieren. Seiler-Lall erklärt, dass sich der TVB bei der Suche nach einer dauerhaften Lösung für Einheimische engagiert.

Dem Kartenvorverkauf hat die aktuelle Debatte jedenfalls nicht geschadet. Seiler-Lall zufolge ist dieser gut angelaufen. Tickets sind auf crankworx.com sowie bei der Innsbruck Information (Burggraben 3) und bei Filialen der Raiffeisen-Landesbank erhältlich. Für Kinder ist der Zutritt in Begleitung eines Erwachsenen mit gültigem Ticket frei. Für Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren gibt es einen rabattierten Ticketpreis.