Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 26.05.2019


Landespolitik

An der Basis wächst die Europaregion zusammen

Mit einem Festakt in Kurtatsch, an dem auch Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher teilnahm, wurde die Gemeinde-Partnerschaft zwischen Tulfes und Kurtatsch besiegelt.

© DolomitenMit einem Festakt in Kurtatsch, an dem auch Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher teilnahm, wurde die Gemeinde-Partnerschaft zwischen Tulfes und Kurtatsch besiegelt.



Die Europaregion Tirol soll nicht von oben herab verordnet werden, sondern von unten herauf zusammenwachsen. Das ist das Ziel der Gemeinde-Partnerschaften. Ein Verfechter dieser grenzüberschreitenden Kooperationen ist Tirols Schützenchef und Euregio-Berater für die kommende Präsidentschaft Tirols, Fritz Tiefenthaler. In einer verstärkten Zusammenarbeit der Gemeinden im Bundesland Tirol, Südtirol und, wenn möglich, im Trentino sieht Tiefenthaler eine Stärkung der Europaregion Tirol.

So ging vor wenigen Tagen die Mittelgebirgsgemeinde Tulfes eine Partnerschaft mit Kurtatsch in Südtirol ein. Bürgermeister Martin Wegscheider besiegelte mit seiner Unterschrift das Versprechen, „die menschlichen und kulturellen Beziehungen der beiden Gemeinden" zu fördern. Für den Vorsitzenden des Südtirol-Ausschusses im Parlament, VP-Nationalrat Hermann Gahr, ist diese Gemeinde-Partnerschaft ein Leuchtturmprojekt an der Basis. „Was an der Basis zusammenwächst, hat Bestand. Hier wird nach 100 Jahren der Zerreißung Tirols die geistige und kulturelle Landeseinheit gelebt."

Rückblickend verhehlt Hermann Gahr nicht, dass die Partnerschaften ein wenig „eingeschlafen sind", weshalb das Signal von Tulfes und Kurtatsch so wichtig sei. Wegbereiter seien vor allem die Schützen, die mit ihren Kontakten — so besteht zwischen den Kompanien von Tulfes und Kurtatsch seit 1983 eine Partnerschaft — einen wertvollen Beitrag leisten würden. „Über das Schützenwesen hinaus nehmen sie damit ihre Verantwortung für Tirol wahr." In diesen Initiativen wie auch in wirtschaftlichen Projekten stecke noch viel Potenzial. Gahr verweist dabei auf die erfolgreiche Kooperation zwischen den Wipptaler Bauern und der Sterzing Milch in Südtirol. (pn)

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