Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 29.05.2019


Bezirk Landeck

Spitalsreform in Zams: „Zukunftspaket ist geschnürt“

Spitalsreform am Standort Zams: kürzere Wartezeiten in neuer ambulanter Erstversorgung.

Am Krankenhaus St. Vinzenz sind die bundesweiten Vorgaben aus der österreichischen Gesundheitsreform erfüllt, wie LR Bernhard Tilg und die Spitalsführung gestern hervorhoben.

© WenzelAm Krankenhaus St. Vinzenz sind die bundesweiten Vorgaben aus der österreichischen Gesundheitsreform erfüllt, wie LR Bernhard Tilg und die Spitalsführung gestern hervorhoben.



Von Helmut Wenzel

Zams – Mehr ambulante und tagesklinische Behandlung, mehr Schnittstellen und auch mehr integrierte Versorgung wie „DiabCare“ und das kürzlich vorgestellte „HerzMobil“-Projekt: Das sind laut Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg die Eckpunkte der bundesweiten bzw. Tiroler Spitalsreform, die auch am Krankenhausstandort Zams zur Umsetzung kommt. „Es sind das gesetzliche Vorgaben abseits der Bettensituation“, erläuterte Tilg beim Pressegespräch am Dienstag.

Geriatrie-Medizin und Palliativversorgung würden auf Grund der demografischen Entwicklung künftig noch eine bedeutendere Rolle spielen. Der „medizinischen Drehscheibe Zams“ komme „eine strategische Brückenfunktion“ zur Übergangs- und Schwerpunktpflege zu, fasste Tilg zusammen.

Gemeinsam mit der kollegialen Führung des Krankenhauses St. Vinzenz habe man „ein zukunftsfähiges Paket“ geschnürt – zur medizinischen Versorgung der Patienten in den Bezirken Landeck und Imst (derzeit mehr als 104.000 Einwohner).

Andererseits sei die Bettenzahl auf 356 plus elf Tagesklinik-Betten reduziert worden. Damit finde man das Auslangen für alle Disziplinen. Für die Palliativversorgung etwa gebe es sechs Betten. 2015 hieß es, im Zuge des Erweiterungsprojekts würden 399 Betten eingerichtet.

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„Die Versorgungskette für die beiden Bezirke wird immer enger“, sagte BM Siggi Geiger, Obmann des Spitalsverbandes mit 54 Mitgliedsgemeinden. Geschäftsführer Bernhard Guggenbichler zeigte Verbesserungen am Beispiel der ambulanten Erstversorgung auf: „Bestell- und Akutpatienten werden künftig in räumlich getrennten Bereichen behandelt. Das bedeutet kürzere Wartenzeiten.“ Zudem würden Warteräume für Angehörige bzw. Begleitpersonen neu eingerichtet. Im Zuge der Erstdiagnose werde eine Reihung nach Dringlichkeit gemacht, so Guggenbichler. Womit eine „effiziente Patienten-Entflechtung“ möglich sei.

Zum derzeit noch nicht offiziellen Pathologie-Projekt sagte der Geschäftsführer: „Es gibt eine positive Bedarfsprüfung, ein Ansuchen beim Land ist gestellt.“ Primar Ewald Wöll unterstützt das Vorhaben mit Zubau im Umfeld des Krankenhauses: „Ein wichtiges Projekt. Wir würden die integrierte Diagnostikschnittstelle brauchen.“

Zum Stand der Bauprojekte Schwerpunkt- und Übergangspflege sagte Verbands-obmann Geiger: „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels.“




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