Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.06.2019


Landespolitik

Flottes Internet macht Obsteig zukunftsfit

Die Förderanträge sind gestellt, die Beschlüsse gefasst, nun geht man am Plateau in die Detailplanungen für die Breitband-Leitungen über.

Die Förderanträge sind gestellt, die Beschlüsse gefasst, nun geht man am Plateau in die Detailplanungen für die Breitband-Leitungen über.

© DornDie Förderanträge sind gestellt, die Beschlüsse gefasst, nun geht man am Plateau in die Detailplanungen für die Breitband-Leitungen über.



Obsteig – Um die Gemeinden beim Ausbau von Leitungen für schnelles Internet zu unterstützen, wird zweimal pro Jahr vom Bund ein Aufruf gestartet, Förderansuchen zu stellen. Dem ist die Gemeinde Obsteig nachgekommen und hat gleich zwei derartige Einreichungen gemacht. Unterstützung hat sie dabei vom Lichtwellenleiter-Competence-Center (LLC) bekommen, das nun durch einstimmigen Gemeinderatsbeschluss auch die Erstellung des Detailkonzepts der Leerverrohrung im gesamten Gemeindegebiet zugesprochen bekommen hat.

Konkret geht es bei den beiden Förderansuchen um ein 591.000 sowie ein 769.000 Euro teures Projekt. Dieses soll bis 2023 – plus einem Jahr Verlängerung – umgesetzt und mit bis zu 75 Prozent vom Land gefördert werden. Die Bestätigung der Bewilligung wird für die eine Einreichung noch im Mai, für die andere im August erwartet.

„Erst wenn der Fördervertrag unterschrieben nach Wien zurückgeht, geht man eine Verpflichtung ein“, beruhigte Rade Ceselic vom LLC die Gemeinderäte. Wenn alle Formalitäten erledigt sind, würde der Gemeinde eine Startrate von 125.000 Euro überwiesen werden, welche sie dann für die ersten Arbeiten verwenden könne.

Das Ortszentrum ist aufgrund der Förderbestimmungen von der Bundesförderung ausgenommen. Es kann jedoch mittels Landesförderung ebenfalls ausgebaut werden.

Wo welche Leitungen verlegt werden, ist der Gemeinde überlassen, wie Ceselic bestätigt. Es wäre auf jeden Fall sinnvoll, beispielsweise die Arbeiten zum Ausbau des Tigas-Netzes zu nutzen, um die Leerverrohrung gleich mitzuverlegen, so Ceselic. Es wurde bereits beim Ausbau des Tinetzes in Langgarten ein 120 Meter langes Leerrohr mitverlegt. Um derartig flexibel reagieren zu können, empfahl Ceselic der Gemeinde, ein Lager mit Lichtwellenleiter-Material, das bei Bedarf zum Einsatz kommen kann, einzurichten. (ado)