Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 05.06.2019


Innsbruck

Igler Straße: Parkplätze am Waldrand fallen weg

An der Igler Straße gab es Probleme mit Dauerparkern. Bus­haltestelle ist keine geplant, dafür ein neuer Fuß- und Radweg.

Wiederaufforstung statt Parkplätze heißt es an der Igler Straße.

© DomanigWiederaufforstung statt Parkplätze heißt es an der Igler Straße.



Innsbruck – Vielen Erholungssuchenden ist es wohl schon aufgefallen: Die rege frequentierten Parkplätze bei der Abzweigung des Waldwegs Richtung Tantegert bzw. Tummelplatz direkt an der Igler Straße stehen seit Kurzem nicht mehr zur Verfügung. Das Areal wurde mit Holzstämmen abgegrenzt, die Wiederaufforstung hat schon begonnen.

„Ausschlaggebend war der Wunsch des privaten Grundbesitzers, hier kein Parken mehr zuzulassen“, erklärt Vize-BM Franz X. Gruber (VP), zuständig für das Forstwesen. Hinzu komme, dass Parken am Waldrand auch ökologisch problematisch sei. Stadt und Besitzer hätten sich daher auf die jetzige Lösung verständigt. Dass nach dem Wegfall der Parkplätze nun verstärkt hinunter Richtung Bretterkeller oder „wild“ an der Igler Straße geparkt werden könnte, sei vorstellbar. Bei Verstößen könne man hier aber nach der Straßenverkehrsordnung einschreiten.

Grundproblem sei jedoch ein anderes, betont Gruber: Die betreffenden Parkplätze seien großteils von Studierenden, Pendlern und anderen Dauerparkern belegt worden. Und das wiederum liege an der Tatsache, dass die Parkraumbewirtschaftung de facto „aufs ganze Stadtgebiet ausgerollt“ worden sei – was er, Gruber, im Gegensatz zu den Koalitionspartnern „immer kritisch gesehen“ habe: „Wenn man diese Gruppen verdrängt und keine Alternativen anbietet, suchen sie sich Parkplätze in peripheren Teilen der Stadt“ – was etwa auch auf der Hungerburg, in Arzl oder Mühlau zu Problemen geführt habe.

Doch neben Dauerparkern haben auch Wanderer und andere Freizeitnutzer die Parkflächen genützt. Das könnte nun der – von vielen Innsbruckern schon lange vorgebrachten – Forderung nach einem eigenen Bushalt der Linie J an der Abzweigung Richtung Bretterkeller bzw. Tantegert neuen Auftrieb geben.

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Auf TT-Anfrage verweist man im Büro von Mobilitätsstadträtin Uschi Schwazl (Grüne) aber auf andere Pläne für eine bessere Erschließung: Demnach soll noch heuer mit Arbeiten an einer neuen, separaten Fuß- und Radweganbindung begonnen werden, die vom Tivoli-Stadion bis zur Abzweigung, an der bisher geparkt wurde, führen soll. Künftig werde es also möglich sein, z. B. bei der Olympiaworld zu parken, den Kreisverkehr Innsbruck-Mitte gefahrlos zu passieren und bequem Richtung Tantegert/Bretterkeller zu spazieren. Eine Bushaltestelle an dieser Stelle sei auch wegen des genannten Geh- und Radwegprojekts – einem „Baustein“ für eine verbesserte Radverbindung ins Mittelgebirge – nicht baulich umsetzbar, heißt es weiter. (md)