Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.06.2019


Innsbruck

„Wollen einen weitgehend autofreien Bozner Platz“

Der Innenstadtverein möchte angesichts steigender Online-Einkäufe die Aufenthaltsqualität in der Stadt für Konsumenten erhöhen.

Geht es nach dem Innenstadtverein, soll es rund um den Bozner Platz verkehrstechnisch ruhig werden.

© Foto TT/Rudy De MoorGeht es nach dem Innenstadtverein, soll es rund um den Bozner Platz verkehrstechnisch ruhig werden.



Von Denise Daum

Innsbruck – Traditionell tritt der Innenstadtverein am Tag seiner Generalversammlung vor die Presse – und traditionell hat man auch immer eine Nachricht für die Politik dabei. Gestern Vormittag fordert Innenstadtvereins­obmann Thomas Hudovernik von der Verkehrsplanung ein, die Innenstadt so gut es geht von Autos zu befreien. Der Durchzugsverkehr müsse aus dem Zentrum verbannt werden, es dürfe nur noch Ziel- und Quellverkehr geben. „Wer kein Ziel in der Innenstadt hat, soll von der Verkehrsplanung geleitete Umfahrungen benützen.“ Die Zufahrt zu den Innenstadtgaragen müsse selbstredend sichergestellt werden.

Für den Bozner Platz will Hudovernik neben einer „maximalen Verkehrsberuhigung“ einen Architektenwettbewerb für dessen Neugestaltung. Dies wäre der logische Schritt nach den Umbauten in der Meraner Straße und der Wilhelm-Greil-Straße. „Der Bozner Platz muss aufgewertet werden. Da steckt enorm viel Potenzial drinnen“, ist Hudovernik überzeugt.

Ziel dieser Maßnahmen ist die Erhöhung der Aufenthaltsqualität für Konsumenten in der Innenstadt. Nur so könne sich der stationäre Handel angesichts steigender Online-Einkäufe durchsetzen.

Ulrich Miller, stellvertretender Obmann, nimmt die Stadtpolitik ebenfalls in die Pflicht, wenn er sich gegen die Ausweitung von Handelsflächen ausspricht – sowohl in der Innenstadt als auch in der Peripherie. „Es treten vermehrt Leerstände auf, vor allem in B- und C-Lagen. Damit verliert die Innenstadt an Attraktivität, was auch für die Stadt als Touristendestination ein Problem ist“, zeigt Miller auf.

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Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl zeigte sich gestern Nachmittag in einer Aussendung „erfreut über die Vorschläge der Innenstadtkaufleute zur Verkehrsberuhigung und zur Attraktivierung des Stadtzentrums“. Damit renne man bei ihr offene Türen ein. Sie werde die Vorschläge prüfen lassen.