Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 12.06.2019


Tirol

Bildungsinvestitionsgesetz: Mehr Planungssicherheit nötig

LR Palfrader (VP) pocht auf Entlastung der Schulerhalter.

An 160 Standorten wird die Tagesbetreuung angeboten.

© APAAn 160 Standorten wird die Tagesbetreuung angeboten.



Innsbruck – Gut elf Prozent der rund 52.160 Pflichtschüler in Tirol nehmen eine schulische Tagesbetreuung in Anspruch. Diese wird derzeit an 160 Standorten (314 Betreuungsgruppen) angeboten – noch im Schuljahr 2005/06 war die Nachmittagsbetreuung nur an 22 Schulstandorten aktiv. Für das laufende Schuljahr kamen heuer fünf zusätzliche Standorte hinzu. Gerade im ländlichen Raum mit teils wenigen Schülern kann der Ausbau aber nur schrittweise erfolgen, da er sich am Bedarf zu orientieren hat.

Umso wichtiger ist für Bildungslandesrätin Beate Palfrader (VP), dass die Novelle zum Bildungsinvestitionsgesetz nun doch noch – wie gestern berichtet – bis zum Juli vom Parlament beschlossen werden kann. Nur so kann auch die Finanzierung des Ausbaus, aber auch die des Bestands langfristig gesichert werden. Für die Gemeinden sei dies essenziell, verweist Palfrader auf die Tatsache, dass selbige als Erhalter der allgemeinbildenden Pflichtschulen die Kosten des Personals im Freizeitteil der Ganztagesschulen zu tragen haben. Umso mehr sei eine Förderung der Personalkosten durch Bundesmittel von Bedeutung. Das diesbezügliche Angebot der GemNova Bildungspool GmbH sei hier sehr wertvoll, so Palfrader, da diese im Auftrag des Gemeindeverbandes die Gemeinden bei der Organisation der Freizeitbetreuung unterstützen würde.

Obwohl Palfrader also den Beschluss zum Bildungsinvestitionsgesetz ausdrücklich begrüßt, redet sie dem Bund ins Gewissen: „Besonders für die Gemeinden als Schulerhalter allgemeinbildender Pflichtschulen ist zum Planen eine langfristige Finanzierungssicherheit eine wesentliche Voraussetzung, auf die seitens des Bundes zukünftig größeres Augenmerk gelegt werden muss.“ (mami)