Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 22.06.2019


Exklusiv

Patscherkofelbahn: Rufe nach dem zweiten Bericht

Die Sondersitzung rund um den Patscherkofel ist fixiert. Sie findet am 18. Juli vor der turnusmäßigen Gemeinderatssitzung statt.

Die Patscherkofelbahn wird bis in den Sommer hinein das heiße Thema in Innsbruck bleiben.

© TT/Julia HammerleDie Patscherkofelbahn wird bis in den Sommer hinein das heiße Thema in Innsbruck bleiben.



Von Marco Witting

Innsbruck – Dass es im Innsbrucker Gemeinderat bisweilen durchaus heiß werden kann, das ist bekannt. Und kann am Wetter und der Architektur im Sitzungssaal liegen. Am 18. Juli wird es aber wohl auch ohne sommerliche Temperaturen hitzig. Denn der Gemeinderat startet an diesem Tag ein echtes Monsterprogramm. Erst beginnt um 8 Uhr die Sondersitzung zum Kontrollamtsbericht über den Patscherkofel. Anschließend, wann immer dann das auch ist, kommt die Juli-Gemeinderatssitzung in Schwung. Die ist vor der Sommerpause ohnehin stets vollgepackt und somit ist es durchaus wahrscheinlich, dass die Mandatare noch einen Tag am Freitag, den 19. Juli, nachlegen. Die Brisanz ist garantiert.

Die Regierungsfraktionen argumentierten dies mit der Besetzung von möglichen Ersatzgemeinderäten und der Sitzungsökonomie. Der Diskussionsstoff wird den Gemeinderäten jedenfalls nicht ausgehen. Bis dahin werden die 300 Seiten des Kontrollamtsbericht, über den die TT ja in Auszügen bereits berichtet hat, durchgeackert. Eine Einschätzung, wie brisant der Bericht jetzt schlussendlich wirklich ist, wollte man auch gestern noch nicht treffen. Viele der Ausschussmitglieder hatten sich erst in die ersten Seiten des Konvoluts vertieft. Für eine abschließende Einschätzung bleibt zudem jetzt ein wenig länger Zeit. Denn der Kontrollausschuss findet jetzt erst ein paar Tage später, am 9. Juli, statt. Das liegt daran, dass am ursprünglich geplanten Termin am 4. Juli nicht alle Auskunftspersonen im Lande gewesen wären.

Und gleich mehrere Fraktionen haben schon bei BM Georg Willi angeklopft. Dieser möge den externen Bericht, den der Bürgermeister anfertigen ließ, sofort ausschicken und ebenfalls in den Kontroll­ausschuss bringen. Schließlich sei dieser Bericht kein privates Vergnügen gewesen, sondern mit Steuergeld bezahlt und auf Weisung von Willi angefertigt worden. Was letztlich in diesem Bericht anders sein soll, ist vorerst unklar.