Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 24.06.2019


Innsbruck

Appler soll heute Vorsitz der Innsbrucker ÖVP übernehmen

Vize-BM Franz Gruber, desig. Stadtparteiobmann Christoph Appler und GR Hannes Anzengruber (v. l.) im Jänner 2019, als man die damaligen Differenzen für beendet erklärte und Appler zum starken Mann machte.

© OevpVize-BM Franz Gruber, desig. Stadtparteiobmann Christoph Appler und GR Hannes Anzengruber (v. l.) im Jänner 2019, als man die damaligen Differenzen für beendet erklärte und Appler zum starken Mann machte.



Die vergangenen 14 Monate waren für die Innsbrucker ÖVP keine einfachen. Erst die krachende Niederlage bei der Gemeinderatswahl. Dann tiefe interne Gräben, die von allen Seiten in die Öffentlichkeit getragen wurden. Heute steht der außerordentliche Stadtparteitag an — und der soll dann auch so etwas wie ein End- oder Wendepunkt der jüngeren Vergangenheit werden. Geht alles wie geplant, dann wird KO Christoph Appler heute zum Stadtparteiobmann gewählt. Appler hat es durchaus geschafft, in den vergangenen Wochen und Monaten Ruhe in die Partei zu bringen. Diesen Weg möchte er, sofern er heute von den 180 Delegierten in der Villa Blanka gewählt wird, fortsetzen.

Vor dem außerordentlichen Stadtparteitag heute wollte Appler auch keine öffentliche Erklärung abgeben. Er blieb trotz einiger Medienanfragen zurückhaltend, wolle die Wahl abwarten. Vor einigen Wochen hatte er in einer Aussendung erklärt: „Dass der Wahlvorschlag für den Stadtparteitag von allen sechs bündischen Teilorganisationen mitgetragen wird, ist nach den turbulenten Monaten ein starkes Signal der Geschlossenheit und des Aufbruchs."

Als Obmann-Stellvertreter wurden vom Stadtparteivorstand Birgit Winkel, Franz Jirka und Karoline Angerer vorgeschlagen. Für die Finanzen der Stadtpartei soll zukünftig GR Johannes Anzengruber verantwortlich zeichnen. Weiters für den Vorstand nominiert: Anna Marie Thurau, Arno Discher, Peter Pock, Hanns Forcher-Mayr und Doris Bergmann.

Appler war erst im Jänner zum geschäftsführenden Obmann bestellt worden und war damals auch nach dem Verzicht von Winkel in den Gemeinderat aufgerückt. Dort wurde er dann auch gleich zum Klubobmann bestellt. Dem vorausgegangen waren eine interne Revolte gegen den damaligen Klubobmann Hannes Anzengruber und Zerwürfnisse zwischen den Bünden. (mw)