Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 27.06.2019


Innsbruck

E-Scooter: Nächster Betreiber rollt in Innsbruck an

Immer mehr E-Scooter werden in Innsbruck zu sehen sein. Bisher ist die Stadt mit den getroffenen Maßnahmen durchaus zufrieden.

Anders als in Wien (Symbolfoto) gibt es in Innsbruck noch relativ wenige Beschwerden über die E-Scooter.

© APAAnders als in Wien (Symbolfoto) gibt es in Innsbruck noch relativ wenige Beschwerden über die E-Scooter.



Von Marco Witting

Innsbruck – Der Nächste bitt­e! In ein bis zwei Wochen soll der nächste E-Scooter-Verleiher in Innsbruck sein­e Fahrzeuge aufstellen. Wie man hört, dürfte es sich dabei um die Firma „Flash“ handeln, die auch schon in Wien und Linz aktiv ist. Die Spiel­regeln für diesen Betreiber sind dieselben wie für den schon am Markt befindlichen Konkurrenten: Geschwindigkeit auf 18 km/h drosseln, Sperrzonen beachten, maximal 150 Scooter und die Akkreditierungsvereinbarung mit der Stadt unterschreiben.

Im Büro von Verkehrsstadträtin Uschi Schwarzl zeigt man sich nach den ersten Wochen mit den Verleihsystemen zufrieden. Von Passanten gab es lediglich Beschwerden über herumliegende Scoote­r, diese hielten sich aber in Grenzen. Zudem werden auftretende Probleme sofort an den Betreiber gemeldet und dann auch behoben.

Schwarzl sagt: „Es war wirklich wichtig, dass wir die Spielregeln vorher schon festgelegt haben. Wir beobachten die Situation laufend. Es kommen jetzt auch die nächsten Anfragen von weiteren Betreibern.“

Sollte die Stadt gebündelt Probleme erkennen, das hat man von Anfang an erklärt, wird man Maßnahmen setzen. Darunter würde dann ein­e „Aktion scharf“ gegen die Scooter fallen, die bis zu ortspolizeilichen Maßnahmen führen könnte.

Ob durch die Scooter ein geändertes Mobilitätsverhalten erkennbar sei, dafür ist Schwarzl eine Beurteilung noch „zu früh“. „Ob das große Umsteigen vom Auto auf die Scooter stattfindet, bezweifle ich. Ich sehe momentan eher eine touristische Nutzung in Innsbruck.“