Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 06.07.2019


Innsbruck

Mehr Geld für Kinderbetreuungsstätten in Innsbruck



Die Stadt Innsbruck hat ein neues Fördermodell für private Kinderbetreuungseinrichtungen entwickelt, das Stadträtin Elisabeth Mayr gestern präsentierte. Das neue Modell sei das Ergebnis von monatelangen intensiven Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Dachverband „Selbstorganisierte Kinderbetreuung Tirol", betont Mayr.

Demnach soll ab dem Jahr 2020 die Umstellung auf eine Gruppenförderung erfolgen, statt wie bisher eine Pro-Kind-Förderung. Das heißt, dass die Betriebsbeiträge zur Förderung ausgehend von einem Basisbetrag pro Gruppe in der Höhe von 26.500 Euro berechnet werden. Daraus ergibt sich eine Basisöffnungszeit von 2115 Stunden pro Gruppe und Jahr. Dieser Basisbetrag beruht auf einer Öffnungszeit von 45 Stunden pro Woche und 47 Wochen pro Jahr. Für jede zusätzliche Stunde, an der eine Einrichtung geöffnet hat, erhält sie einen Bonus von 11 Euro. Bei geringeren Öffnungszeiten werden 7 Euro für jede Stunde, die im Jahr weniger geöffnet ist, pro Gruppe vom Basiswert abgezogen.

Die zu erwartenden Gesamtkosten für das Jahr 2020 belaufen sich auf rund 3,45 Millionen Euro. „Die Stadt Innsbruck erhöht ihren Beitrag für den Betrieb der privaten Kinderkrippen und Kindergärten somit um 750.000 Euro, was eine Steigerung um 30 Prozent bedeutet und meinen Ansatz unterstreicht, dass ein erfolgreicher und glücklicher Lebensweg unserer Kinder mit einer guten Elementarpädagogik in den ersten Bildungseinrichtungen, in Kinderkrippe und Kindergarten, beginnt", erklärt Stadträtin Mayr. Der Vorschlag wurde einstimmig im Stadtsenat angenommen.

Weiters werden auch die Jahres-Pauschalfördersätze pro Kind bei Horten, Kindergruppen und Spielgruppen angepasst, wofür die Stadt nochmals rund 100.000 Euro zur Verfügung stellt. (TT)