Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 10.07.2019


Landespolitik

Lkw-Transit auf der Brennerachse steuert erneut auf Rekord zu

1.254.074 Lkw-Fahrten wurden im ersten Halbjahr am Brenner gezählt, die 2,5 Millionen-Marke dürfte fallen.

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Roland Wimmer • 12.07.2019 09:07
Über was will man bitte noch verhandeln? Ja es sind zu viele LKW und PKW Fahrten und ihr Tiroler tut uns eh leid, ABER die Wirtschaft muss rollen und der wohlverdiente Urlaub der Deutschen darf nicht behindert werden. Wie ein Altkanzler schon gesagt hat Hände falten Goschn halten. Und wem es nicht passt kann ja auswandern. Weniger Transit gibts sicher irgendwo in Rumänien. Also lieber Herr Heinzl über was soll noch verhandelt werden? Und vor allem sollte es rasch greifen.
Fritz Gurgiser • 12.07.2019 12:09
Eine „Transitweisheit" zum Erinnern: Immer, wenn Tiroler oder Österreicher irgendwo „verhandeln", kommen sie mit schlechten Ergebnissen zurück. Und das ist schwarz auf Weiss dokumentiert und gilt vor allem für schearh/grün - die Zahlen lügen nicht. Daran sollten die denken, die immer noch brav die „Transitfighter" gewählt und den leeren Versprechen auf den Leim gegangen sind. LG FRITZ GURGISER
Heinzl Wolfgang • 11.07.2019 13:41
Herr Gurgiser, Verhandlungen sollen ein Grundirrtum sein? Da hat es wenig Sinn mit Ihnen zu diskutieren, denn Herr Obwexer hat ihnen ja schon bescheinigt, dass sie wenig bis keine Ahnung vom Recht haben.
Wolfgang Meister • 11.07.2019 07:48
Ganz realistisch. Glaubt ihr alle, dass sich was ändern wird? Fakt ist, wir sind der zentrale Punkt von Nord nach Süd, Italien und Deutschland sind wirtschaftlich angewiesen auf den Brenner, also müssen sie da drüber, denn die Schweiz ist so gut wie zu, Frankreich ist meistens ein Umweg und auch zu teuer. Auch wenn es für die Frächter teurer wird, werden sie vom Brenner nicht abweichen, sie werden auch nicht auf die Schiene ausweichen, da dann immer noch zu teuer und vor allem zu wenig Kapazitäten.
Wolfgang Meister • 11.07.2019 07:50
Also wird sich nicht viel ändern, eine Verbesserung ist nur in Sicht, wenn der Warenverkehr auf die Schiene "gezwungen" wird, aber das kann noch ewig dauern, da unsere lieben Nachbarn Null Interesse daran haben, in die nötige Infrastruktur zu investieren oder mal endlich den Frächtern die Stirn zu bieten, sprich Sozialdumping etc...
Fritz Gurgiser • 10.07.2019 05:31
Ja, ist ja klar, seit der LH den Transit zur Chefsache gemacht hat und seine LHStvin allein 8 Jahre beim sektoralen Lkw-Fahrverbot herumgepfuscht hat. Vor den Wahlen wollten sie jedes Mal den Transit "halbieren" oder auf "1 Million" begrenzen und nach den Wahlen haben sie alles getan, dass es nur nach oben geht. Das ist das eine. Das andere ist die Frage, ob sich die massiv belastete Tiroler Bevölkerung und Tiroler Regionalwirtschaft nun bis zum 27. September 2019 (NR-Wahlen) wieder darauf einstellen kann, dass ihr das "schwarz/grüne" oder "blaue, rote, pinke …" vom Himmel versprochen wird und der völlig sinnlose Gockelkampf mit den Bayern (Anteil für die "Korridormaut" 25 km) vorgegaukelt wird, während zu Südtirol/Trentino "tapfer und mutig geschwiegen wird" (Anteil 238 km, Lkw-KM-Tarif 16 Cent, kein Lkw-Fahrverbot für EURO 0,1,2,3,4 oder gar ein Lkw-Nachtfahrverbot). Aber da geht es ja um die "Europaregion", die für den Personenverkehr mit dem Zug am Brenner endet, während die internationalen Laster ohne Kontrolle die Grenze passieren; im Sekundentakt. Aber vor Wahlen sieht man ja wieder glasklar: Im Zweifel für die Wirtschaft und bei den Kandidaten im Zweifel für die Tankstellen anstatt für die Bugglerinnen und Buggler. Das vergessen wir nicht. Fritz Gurgiser, Obmann Transitforum Austria-Tirol und AK-Vorstand im Unruhestand :-).
Heinzl Wolfgang • 10.07.2019 07:28
Das ist kein Gockelkampf mit Bayern, denn die Bayern haben bei dem Thema nicht viel mitzureden, sondern das sind endlich ernsthafte Verhandlungen auf EU-Ebene, die hoffentlich mittel- bis langfristig (sicher nicht morgen) zu einer Verbesserung der Situation führen.
Fritz Gurgiser • 10.07.2019 18:29
Herr Heinzl, Sie unterliegen einem Grundirrtum - was möchten Sie denn gerne "ernsthaft verhandeln"? Täglich werden die Grenzwerte von Stickstoffdioxid und Lärm MASSIV überschritten, mittlerweile nicht mehr nur an der A12 und A13; täglich steht die Regionalwirtschaft im Stau und Sie wollen verhandeln? Das ist längst erledigt - es geht um das UMSETZEN der Schutznormen, die in den letzten mehr als 30 Jahren vor allem unter dem Druck der Nordtiroler Zivilgesellschaft national und international festgeschrieben wurden. Da haben die vier Länder Bayern, Nordtirol, Südtirol und Trentino sowie die drei Staaten BRD, A und I genug zu tun. Mit Personen zu "verhandeln", denen die minimalsten Grundkenntnisse über unsere Zustände fremd sind - hat doch der gute Herr Söder gemeint, die Landesstraßen in Tirol würden nur gesperrt, damit die Bayern auf der Autobahn bleiben und Maut zahlen müssen. Also, lassen Sie es gut sein - the times have changed - die Zeiten haben sich geändert. Wer immer etwas von Tirol will, der kann uns ruhig in Kufstein, Wörgl, Vomp/Schwaz, Innsbruck, Schönberg … besuchen. Oder das tun, was längst im eigenen Bereich überfällig ist. Reden mag gut sein, aber auf einem Niveau, welches aus der Zeit "Verkehr ist Leben" kommt, ist schade um jede Minute. LG Fritz Gurgiser
Roland Wimmer • 13.07.2019 07:34
Noch einmal die Frage an Herrn Heinzl: Wie wollen sie eine Verbesserung errreichen?

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