Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 11.07.2019


Bezirk Imst

Tennisplätze in der Arzler Gruabe-Arena als nächster Brocken

Die Sanierung der Tennisplätze in der Arzler Gruabe-Arena wird teurer als ursprünglich eingeschätzt: 339.000 Euro müssen in die Hand genommen werden, wenn man den Spielbetrieb aufrechterhalten will.

Die Gruabe-Arena im Herzen von Arzl bietet Sport-, Spiel-, Musik- und Veranstaltungsplatz in einem.

© PaschingerDie Gruabe-Arena im Herzen von Arzl bietet Sport-, Spiel-, Musik- und Veranstaltungsplatz in einem.



Von Alexander Paschinger

Arzl i. P. – Ziemlich genau vor einem Jahr beschäftigte sich der Arzler Gemeinderat im Überprüfungsausschuss mit dem neuen Sportplatz: Naturrasenplatz, Kunstrasenplatz und Clubhaus kosteten letztlich 1,27 Millionen Euro. Nun kommt auf die Pitztaler Gemeinde in sporttechnischer Hinsicht der nächste Brocken zu: Die Anlage des Tennisclubs (TC) Pitztal in der Gruabe-Arena mitten im Dorfzentrum bedarf einer grundlegenden Renovierung. Am Dienstag stellte Obmann-Stellvertreter Bernhard Zangerl das nötige Konzept vor – Kostenpunkt 339.000 Euro.

Das ließ so manchen Mandatar schlucken, waren doch zuerst Sanierungskosten von gut 8000 Euro im Gespräch. „Wir wollten zunächst eine Oberbausanierung durchführen, aber ohne Totalsanierung kann der Spielbetrieb auf den drei Plätzen nicht mehr aufrechterhalten werden“, so Zangerl, der auch betonte, dass man derzeit 132 Mitglieder (63 Prozent aus Arzl) zähle und mit zehn Mannschaften in der Meisterschaft stehe. Die Situation und Problemstellung entpuppte sich als viel komplexer: So ist der Unterbau „komplett verschlammt“ und nimmt kein Wasser mehr auf. Vermutlich sei dieser 1991 in Sachen Frostsicherheit, Gefälle und Drainageentwässerung nicht richtig hergestellt worden. Die Folge davon sei, dass Unebenheiten und dadurch Sandlöcher entstehen, wodurch der Platz unbespielbar wird. Eine sonst übliche Frühjahrsinstandsetzung „ist uns ohne Fachfirma nicht mehr möglich“. Zum jetzigen Gesamtkonzept gehören neben dem Neubau der Anlage auch eine Beregnung sowie Flutlicht – das Clubhaus steht noch nicht zur Debatte.

Als Förderungen würde es eine Unterstützung durch die Sportabteilung des Landes, 5000 Euro durch die ASKÖ und vielleicht auch etwas über das Regionalwirtschaftliche Programm Pitztal geben.

„Wir haben nicht 300.000 Euro im Budget, aber wir sollten uns gemeinsam einen Stufenplan überlegen“, meinte dazu BM Josef ­Knabl, der die Kosten jedenfalls minimieren möchte. Für ihn ist es außerdem eine offene Frage, wie es mit der Zukunft der Tennishalle in Wenns weitergeht – und ob die zum Gesamtkonzept eines TC Pitztal gehöre. Seitens GV Renate Schnegg und GR Klaus Loukota wurde auch eine finanzielle Eigenleistung des Vereins mit Festen angeregt.

Bernhard Zangerl vom TC Pitztal erläuterte dem Arzler Gemeinderat die Ist-Situation um die Tennisplätze in der Gruabe-Arena.
Bernhard Zangerl vom TC Pitztal erläuterte dem Arzler Gemeinderat die Ist-Situation um die Tennisplätze in der Gruabe-Arena.
- Paschinger

Und schließlich wurde die Vorstellung des Vereins auch für Kritik genutzt. „Macht eine große Lösung Sinn?“, fragte GR Loukota, die Anrainer der Gruabe-Arena würden sensibler in Sachen Lärm. Dort werde im Sommer bis 22 Uhr gespielt und dann bis Mitternacht noch zusammengesessen. Das bestätigte auch ein Anrainer, der die Präsentation im Gemeindesitzungssaal verfolgte.

Prinzipiell zeigten sich die Mandatare dem TC Pitztal gegenüber positiv. Beschluss gab es keinen, aber man werde sich bald bei Gesprächen im kleineren Kreis treffen.