Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 18.07.2019


Innsbruck

Neugestaltung des Bozner Platzes hat die höchste Priorität

Der Stadtsenat reiht die Neugestaltung des Platzes ganz vorne bei den großen Straßenbauprojekten ein. Im Herbst wird ein Realisierungsbewerb ausgelobt.

Ein offener Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung soll der erste Schritt sein, um den Bozner Platz wieder aufblühen zu lassen.

© Thomas Boehm / TTEin offener Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung soll der erste Schritt sein, um den Bozner Platz wieder aufblühen zu lassen.



Innsbruck – Wie sollen die verschiedenen großen Projekte zur Straßenraumgestaltung in Innsbruck, die im Arbeitsprogramm 2018 bis 2024 enthalten sind bzw. noch aus der Vorperiode anstehen, zeitlich gereiht werden? Diese durchaus brisante Frage war zuletzt Gegenstand intensiver Koordinationstreffen der Stadtregierung. In seiner gestrigen Sitzung hat sich der Stadtsenat mit den Ergebnissen beschäftigt – und ist zu einem einstimmigen Beschluss gekommen: Auf Platz eins der Prioritätenliste wurde dabei die – schon lange diskutierte – Neugestaltung des Bozne­r Platzes gereiht. Im Herbst soll dafür ein offener Realisierungswettbewerb ausgelobt werden. Die Neugestaltung des strategisch wichtigen Platzes solle gleichermaßen dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und den Wirtschaftsstandort Innsbrucker Innenstadt zu stärken, erklärt die ressortzuständige Stadträtin Uschi Schwarzl.

Beim Innsbrucker Innenstadtverein, der sich seit Jahren für eine Umgestaltung des Bozner Platzes starkmacht, freut man sich sehr, dass die Stadtregierung dieses Vorhaben „als das wichtigste Gestaltungsprojekt in den kommenden fünf Jahren definiert hat“, wie Obmann Thomas Hudovernik erklärt. Der Innenstadtverein werde „gerne weiter tatkräftig mitarbeiten und die Ideen aus dem Arbeitspapier zum Bozner Platz, das bereits 2017 an den Stadtsenat übergeben wurde, einfließen lassen“. Durch die Neugestaltung des „größten historischen Platzes“ werde „die Gegend insgesamt aufgewertet und gewinnt an Bedeutung bei der Bevölkerung und Touristen“, ist Hudovernik überzeugt. Zu den Forderungen des Vereins gehört, wie berichtet, auch eine „maximale Verkehrsberuhigung“ am Bozner Platz.

Auf der städtischen Prioritätenliste folgt die Straßenraumgestaltung im Bereich Mariahilfstraße/Mariahilfplatzl. Diese solle aufbauend auf dem Ergebnis des Bürgerbeteiligungsprozesses sowie des Wettbewerbsergebnisses weiterverfolgt werden, erklärt Schwarzl. Die Pradler Straße („mit Beteiligungsprozess für eine experimentelle Entwicklungsphase“) und die Leopoldstraße mit Kaiserschützenplatz („abschnittsweise Umsetzung im Rahmen der budgetären Möglichkeiten“) sind nächstgereiht. Hingegen hat sich der Stadtsenat dazu entschieden, das Gestaltungsprojekt „Kulturquartier 2018 Plus“ mit der Neugestaltung des Rennweges bis auf Weiteres aufzuschieben. Grund dafür seien die Arbeiten zur Neuverlegung der Trinkwasserleitungen in der Altstadt durch die IKB. (TT)

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