Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 29.07.2019


Exklusiv

Hitze in den Städten: Pflanzen gegen den Backofen-Effekt

Der Klimawandel lässt die Temperaturen in Europas Städten drastisch ansteigen. Wien hat ein Fördersystem für grüne Fassaden und Dächer. In Innsbruck soll eine Arbeitsgruppe im Herbst Ergebnisse liefern.

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Elfriede Schinnerl • 29.07.2019 12:43
Bezogen auf Innsbruck muss man sich z.B. die Frage stellen, wer die verrückte Idee hatte, den Landhausplatz zuzubetonieren. Vormals eine kleine Ruheoase inmitten von Innsbruck, bietet sich der Platz nunmehr als lärmbelasteter Tummelplatz für diverse Sportarten an und der weiss betonierte Boden blendet bei Sonne und heizt die ganze Umgebung zusätzlich auf, von Roststellen ganz zu schweigen. Die Planer solcher Stätten sollten einmal bei Hitzegraden, wie wir sie in den letzten Tagen hatten und wo zu befürchten ist, dass sich diese zukünftig in kürzeren Intervallen wiederholen, den Versuch starten, z.B. am Landhausplatz eine erholsame Mittagsstunde zu verbringen, sie werden diese nach kurzer Zeit abbrechen und an einen anderen Ort verlegen. Und wenn den Städteplanern nichts anderes einfällt, als immer mehr zu verdichten und grünen Lebensraum zu vernichten, dann wird es mit Energiesparen sehr kompliziert werden, weil immer mehr für Kühlungen der Wohnräume verbraucht werden wird.
Rafelsberger Christian • 29.07.2019 21:20
Ich kann das nur mit eigener Erfahrung bestätigen. Habe in den 1960iger Jahren in Rom gewohnt. Die Stadt hat riesige Grünflächen (Villa Borghese, Villa Ada, Villa Torlonia, Villa Doria Pamphili und viele mehr, aber z.B. auch der Friedhof Campo Verano mit wohl 4000 ha Grünfläche). Außerdem hatte Rom durch die antiken Viadukte genug Wasser für Springbrunnen aller Art (Piazza Navona, Fontana di Trevi, Piazza della Repubblica oder die zwei Bernini-Brunnen direkt vor dem Petersdom, um nur einige zu nennen, die auch Rom-Touristen gut bekannt sind). Und nicht zuletzt ist die Stadtverwaltung an heißen Tagen mit Wassersprengwagen in den großen Verkehrsadern unterwegs gewesen. In den 8 Jahren in Rom hatte ich jedenfalls nie das Gefühl drückender Hitze.

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