Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 22.07.2019


Bezirk Kufstein

Politische Unterstützung gegen Asbest-Deponie in Kufstein

Auf dem Areal direkt bei der Autobahnauffahrt Kufstein-Süd wird bereits seit Jahren Schotter gelagert.

© HrdinaAuf dem Areal direkt bei der Autobahnauffahrt Kufstein-Süd wird bereits seit Jahren Schotter gelagert.



Keine 300 Meter vom Kufsteiner Bezirkskrankenhaus soll, wie berichtet, eine Asbest-Deponie entstehen. In direkter Nachbarschaft befinden sich auch eine Wohngegend und ein Natur- und Vogelschutzgebiet.

Roman Kopetzky von der Bürgerinitiative „Kein Asbest in Kufstein" ortet gesundheitliche Risiken: „Wir wollen, dass unsere Heimat ein gesunder Ort zum Leben ist und bleibt. Die Langzeitfolgen wie zum Beispiel Lungenkrebs insbesondere bei Kindern durch kurze Belastungen von Asbest sind völlig inakzeptabel!", fordert er zum Stopp des Projekts und zur Unterzeichnung der Petition der Bürgerinitiative auf.

Der Gemeindeverbands­obmann des Krankenhauses Kufstein, Bürgermeister Rud­i Puecher, sieht sich in der Verantwortung: „Für die 30 Verbandsmitglieder ist eine Errichtung an diesem Standort nicht hinzunehmen." Pueche­r weist außerdem auf die 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bezirkskrankenhauses und das Lehrpersonal sowie Schülerinnen und Schüler im Pflegebetrieb hin, die den Lärm- und Staubbelastungen ausgesetzt wären. „Unsere Aufgabe ist es, unsere Patienten und Mitarbeiter vor diesen gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schützen, und das werden wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln tun", so Puecher.

Auch Michael Riedhart, VP-Stadtpartei-Obmann von Wörgl, äußert sich in einer Aussendung kritisch: „Aus der Errichtung einer solchen Deponie darf kein Gesundheits- oder Umweltrisiko erwachsen. Erstens darf der Bevölkerung in Kufstein nicht die Luft zum Atmen genommen werden. Zum anderen dürfen auch die Verantwortungsträger in der Wirtschaft nicht mit der Herausforderung der Entsorgung allein gelassen werden." Es gelte gemeinsam eine Lösung zu finden, die die Lebensqualität der Menschen vor Ort bewahrt. (TT)

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